19. Oktober 2007

Tiroler Künstler Lois Weinberger wird geehrt

Zu seinem 60. Geburtstag wird ihm ein Professoren-Titel verliehen. Außerdem gibt es in Innsbruck zwei Vernissagen zu seinen Ehren.

Artikeltext: Der 1947 in Stams im Tiroler Oberland geborene Künstler Lois Weinberger - er lebt und arbeitet in Wien - wird zu seinem 60. Geburtstag in der Heimat mehrfach geehrt. Am Montag standen in Innsbruck die Verleihung des Ehrentitels "Professor" sowie zwei Vernissagen am Programm.

Zu einer Ausstellung auf der "RLB-Kunstbrücke" lädt am Abend die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG. Hier wird auch das von Christoph Bertsch und Ausstellungskuratorin Silvia Höller im Verlag Skarabaeus herausgegebene Buch "Lois und Franziska Weinberger - Feldarbeit/ Field Work" präsentiert.

"Feldarbeit" ist auch der Titel der bis 11. Jänner 2008 laufenden Schau, die knapp 100 Arbeiten auf Papier, Zeichnungen, Entwürfe und Konzepte enthält, eine umfassende Dokumentation, wie sie in dieser Konzentration zum ersten Mal unter einem Dach gezeigt wird.

Dass Weinberger in seiner Originalität auch Humor besitzt, zeigt unter anderem seine grüne Fingermalerei "Gute Pflanze" und "Böse Pflanze".

Zuvor wird Weinberger am Institut für Geisteswissenschaften der Universität Innsbruck mit dem Professoren-Titel geehrt. Zudem findet dort die Vernissage einer Ausstellung mit frühen Arbeiten des Künstlers statt.

Ein großer Tag also für den längst international bekannten Jubilar und seine mitschöpferische Ehefrau Franziska, die außerdem in der Ausstellung "Kunst der Landwirtschaft" des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum repräsentativ vertreten sind.

Lois Weinberger ist ein überaus vielseitiger Künstler, der seine akribischen Pflanzenerkundungen, seine natur- und erdnahen Arbeitsprozesse seit Anbeginn in verschiedensten Formen und Materialien realisiert: Neben Skulpturen, Malerei und Grafik bedient er sich heutiger Mittel wie der Aktion, prozessualer und konzeptueller Darstellungen, Installationen, Ready-Made, Video, Film, Copy Art.

1994 erhielt er eine Professur an der Akademie Karlsruhe sowie ein Berlin-Stipendium, 1996 bis 2000 hielt er Vorträge an der Bauhaus Universität Weimar, war mit seinen Arbeiten auf der documenta X ebenso vertreten wie in Tokio, Marseille, der Berliner und Dresdener Hochschule oder im Palazzo Pitti in Florenz.

Weinberger hat sein genaues Geburtsdatum nicht bekanntgegeben, der 60. Geburtstag soll kürzlich gewesen sein.<
Quelle: APA
 
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