Zu seinem 60. Geburtstag wird ihm ein Professoren-Titel verliehen.
Außerdem gibt es in Innsbruck zwei Vernissagen zu seinen Ehren.
Artikeltext: Der 1947 in Stams im Tiroler Oberland geborene Künstler
Lois Weinberger - er lebt und arbeitet in Wien - wird zu seinem 60.
Geburtstag in der Heimat mehrfach geehrt. Am Montag standen in
Innsbruck die Verleihung des Ehrentitels "Professor" sowie zwei
Vernissagen am Programm.
Zu einer Ausstellung auf der "RLB-Kunstbrücke" lädt am Abend die
Raiffeisen-Landesbank Tirol AG. Hier wird auch das von Christoph
Bertsch und Ausstellungskuratorin Silvia Höller im Verlag Skarabaeus
herausgegebene Buch "Lois und Franziska Weinberger - Feldarbeit/ Field
Work" präsentiert.
"Feldarbeit" ist auch der Titel der bis 11. Jänner 2008 laufenden
Schau, die knapp 100 Arbeiten auf Papier, Zeichnungen, Entwürfe und
Konzepte enthält, eine umfassende Dokumentation, wie sie in dieser
Konzentration zum ersten Mal unter einem Dach gezeigt wird.
Dass Weinberger in seiner Originalität auch Humor besitzt, zeigt unter
anderem seine grüne Fingermalerei "Gute Pflanze" und "Böse Pflanze".
Zuvor wird Weinberger am Institut für Geisteswissenschaften der
Universität Innsbruck mit dem Professoren-Titel geehrt. Zudem findet
dort die Vernissage einer Ausstellung mit frühen Arbeiten des Künstlers
statt.
Ein großer Tag also für den längst international bekannten Jubilar und
seine mitschöpferische Ehefrau Franziska, die außerdem in der
Ausstellung "Kunst der Landwirtschaft" des Tiroler Landesmuseums
Ferdinandeum repräsentativ vertreten sind.
Lois Weinberger ist ein überaus vielseitiger Künstler, der seine
akribischen Pflanzenerkundungen, seine natur- und erdnahen
Arbeitsprozesse seit Anbeginn in verschiedensten Formen und Materialien
realisiert: Neben Skulpturen, Malerei und Grafik bedient er sich
heutiger Mittel wie der Aktion, prozessualer und konzeptueller
Darstellungen, Installationen, Ready-Made, Video, Film, Copy Art.
1994 erhielt er eine Professur an der Akademie Karlsruhe sowie ein
Berlin-Stipendium, 1996 bis 2000 hielt er Vorträge an der Bauhaus
Universität Weimar, war mit seinen Arbeiten auf der documenta X ebenso
vertreten wie in Tokio, Marseille, der Berliner und Dresdener
Hochschule oder im Palazzo Pitti in Florenz.
Weinberger hat sein genaues Geburtsdatum nicht bekanntgegeben, der 60. Geburtstag soll kürzlich gewesen sein.<
Quelle: APA