Die für die Bundesmuseen zuständige
Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) verteidigte am Sonntag in der
ORF-Pressestunde den von ihr initiierten Moderationsprozess für die
Museen-Reform. "Manchmal gehört es auch zu einer starken Führung, sich
herauszunehmen und einen Prozess anzustoßen, wo Innovationen möglich
sind", sagte Schmied.
Jährlich würden über 100 Mio. Euro in die
Bundesmuseen investiert und es sei ganz zentral, "dass wir die wirklich
als unsere Bundesmuseen begreifen. Das sind nicht die Museen einzelner
Direktoren oder meine Museen, sondern das sind öffentliche Museen, bei
denen die Anteilnahme der Bevölkerung ganz wesentlich ist", begründete
Schmied, warum sie ein dreiköpfiges Moderatorenteam eingesetzt hat, das
bis Juni kommenden Jahres mit Hilfe von Experten, dem Ministerium und
der Bevölkerung einen Thesenkatalog erstellen soll, wie es mit den
Bundesmuseen weitergehen soll.
Sie warte dabei nicht acht Monate, um sich dann etwas vorlegen zu
lassen, "ich bin auch Teil dieses Prozesses", sagte Schmied. "Das
dauert vielleicht ein Stück länger, aber diese Zeit ist gut investiert,
denn die Basis, die wir dann haben, ist auch eine, die hält und auf der
wir gut aufbauen können."
Sonntag, 11. November 2007