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Gebhard Sengmüller
Installation: A Parallel Image
YouTube (Videos zu Kunstwerken)

Salzburg - Der Salzburger Landespreis für Medienkunst 2008 geht an Gebhard Sengmüller
für seine Video-Installation "a parallel image". Der in Salzburg und
Wien lebende und arbeitende Sengmüller bekommt die mit 10.000 Euro
dotierte Auszeichnung, die das Land heuer zum dritten Mal vergibt. Seit
den frühen 1990er Jahren beschäftigt sich der Küntslerforscher mit
einer "fiktiven Medienarchäologie" und entwirft Maschinen, Apparate und
visualisiert medientechnologische und künstlerischer Prozesse.
Camera Obscura
"A Parallel Image" sei eine "elektronische 'Camera Obscura'", wie
der Preisträger Sengmüller das Kunstwerk auf seiner Website beschreibt:
Diese medienarchäologische, interaktive Skulptur baue auf der fiktiven
Annahme auf, "dass das bis heute gültige Prinzip zur elektronischen
Übertragung von Bewegtbildern, nämlich deren Zerlegung in Einzelbilder
und Bildzeilen, nie entdeckt wurde. Das Ergebnis ist eine Vorrichtung,
die auf höchst umständliche Weise eine parallele Übertragung jedes
einzelnen Bildpunktes vom Sender zum Empfänger versucht", so der
Preisträger. Das werde nur möglich, indem Kamera und Bildschirm durch
etwa 30.000 Kabel miteinander verbunden würden. Im Gegensatz zu
herkömmlichen elektronischen Bildübertragungsverfahren sei "a parallel
image" technologisch vollkommen transparent und vermittle dem
Betrachter eine sinnlich erfahrbare Entsprechung zwischen Realwelt und
Übertragung.
Biografisches
Gebhard Sengmüller wurde 1967 in Wien geboren und verbrachte seine Kindheit sowie Schulzeit in Salzburg. Seit 1985 beschäftigt er sich künstlerisch mit Fotografie, Video, Computer und anderen neuen Medien. Von 1992 bis 2002 studierte Sengmüller an der Universität für angewandte Kunst in Wien in der Meisterklasse für visuelle Mediengestaltung bei Peter Weibel. Daneben erwarb er zwischen 1987 und 1989 am Institut für Elektroakustik der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ein Diplom für Tontechnik.
Seit 2005 hat Sengmüller regelmäßig Lehraufträge im Fach Medienarchäologie an der Universität für Gestaltung in Linz sowie an der Donau Universität Krems. Seine Ausstellungstätigkeit führte ihn von Italien und Belgien über Israel, die Slowakei und die Niederlande bis nach Japan und in die USA sowie zahlreiche andere Länder. (APA/red)