Abgesehen von "dieser markanten Verschlechterung" sei die als positive Entwicklung hervorgehobene Künstlersozialversicherung eine Katastrophe, weil sie "nicht im Geringsten" die Arbeitsbedingungen in der Branche berücksichtige, so der Dachverband der Filmschaffenden. Auch die zusätzlichen zehn Millionen im Jahr 2001 würden sich bei näherer Betrachtung als "fadenscheinig" entpuppen, sie seien "eher ein Tropfen auf dem heißen Stein denn eine wirksame Hilfe".
Und die IG Freie Theaterarbeit beklagt, dass die Subventionen für
Kleinbühnen, freie Gruppen und einzelne Theaterschaffende seit 1991 gar um 40
Prozent geschrumpft seien (von 37,8 Millionen auf deren 22,6). Es sei "ein
Wunder", dass noch immer produziert werden könne. Laut SP-Kultursprecherin
Christine Muttonen würden "die konzeptlose und unkoordinierte Kulturpolitik und
der restriktive Sparkurs" eine ernsthafte Gefahr für das kreative Potenzial
darstellen.
(trenk/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.12.
2001)
Quelle: © derStandard.at