| Neues Corporate Design | |
|
Das Museum Moderner Kunst zieht um und strukturiert sich neu.
|
Die Vorbereitungsarbeiten zum Umzug ins
Museumsquartier
am 15. September sind auch mit einer kompletten Neuordnung verbunden. Denn
bisher gingen die Ausstellungen des Museums in zwei Häusern über die
Bühne: Im so genannten 20er Haus beim Wiener Südbahnhof und im Palais
Liechtenstein, was natürlich mit großen Schwierigkeiten im Bereich der
Werbung und Außendarstellung verbunden war. Logo und Name
Der Umzug ins neue dunkelgraue Haus im MUQUA verändert alles, zunächst
den Namen und das Corporate Design samt Logo. Aus dem MMK - für Museum Moderner
Kunst - zu dem sich noch die Buchstabenkombination SLW - für Sammlung
Ludwig Wien - hinzugesellt hatte, wird jetzt schlicht und einfach MUMOK
(samt künftig neuer Internetadresse) Damit möchte man ein ähnlich
signifikantes Kürzel einführen, wie das in Wien etwa für das MAK gelungen
ist. Eine Änderung des Namens, in dem vertraglich die Stiftung
aufzuscheinen hat, stand, wie der kaufmännische Leiter Robert Reitbauer
betonte, "nie zur Debatte". "Best of" Mit großer Spannung erwartet wird die erste Ausstellung mit dem Titel
"Best of". Ist dies doch die erste Gelegenheit, die Sammlung als Einheit
präsentiert zu bekommen. Viele Exponate, die bisher nicht präsentiert
werden konnten, sind dann dem Publikum zugänglich. Direktor Lorand Hegyi
will die Sammlung in einer "historischen Struktur" präsentieren. "Damit
folgen wir einer traditionellen Präsentationsform, die gleichzeitig durch
verschiedene thematische Gruppierungen ergänzt wird", so Hegyi.
Fünf Ebenen Insgesamt fünf Ausstellungsebenen stehen dafür zur Verfügung. Der
Ausstellungsrundgang beginnt im 2. Untergeschoß mit der Klassischen
Moderne. Über Fluxus-Happening, Aktionskunst, Nouveau Realisme der
Sammlung Hahn im 1. Untergeschoß geht es dann zur Pop-Art der
Ludwig-Stiftung. Über Fotorealismus bis zum Radikalen Realismus gelangt
man schließlich in die 60er und 70er Jahre und deren analytischer sowie
abstrakter Malerei sowie zur Minimal-Art und der im Haus stark vertretenen
Arte Povera. Raumgreifende Installationen der 80er und 90er Jahre wird es im 2.
Obergeschoß geben. Ebenso im 3. Obergeschoß, dessen "Kuppelhalle" unterm
Dach künftig als Wechselausstellungshalle dienen und die mit einer Galerie
als VIP-Lounge und Veranstaltungsraum genutzt werden wird. Fotografie und Neue Medien Speziell für die Präsentation von aktuellen Themen und junger Kunst ist
die "Factory" im 3. Untergeschoß vorgesehen. Hinzu kommen eigene
Ausstellungsbereiche für Fotografie und Neue Medien, die Galeriecharakter
haben. Ein spezielles Segment widmet sich der diskursiven Malerei und
anthropologischen, körperhaften Zugängen zur Identität, wie das etwa bei
Elke Krystufek der Fall ist. Diskursoffensive Mit speziellen Projekträumen - etwa für elektronische Musik und
Digitaltechnologie - einer Vortragsserie, die sich "Diskursoffensive"
nennt, sowie mit eigenen Räumen zur Kunstvermittlung möchte man einen
Großteil jenes Spektrums der bildenden Kunst abdecken, das seit der
Nachkriegsavantgarde entstanden ist. Mehr Service Neben 4.800 Quadratmeter Ausstellungsfläche kann das MUMOK nun viele
neue, bzw. verbesserte Servicebereiche bieten. So wird es möglich sein,
die Bibliothek endlich zu geregelten Öffnungszeiten Interessierten zur
Verfügung zu stellen. Ein Atelierraum steht für Seminare und Workshops mit
Kindern, Familien, Schulklassen und Erwachsenen zur Verfügung. Das
MediaLab bietet für junge Leute Angebote zur kreativen Auseinandersetzung
mit neuen Medien. Außerdem gibt es vom heutigen Tag an ein museumseigenes
Newsletter. Ähnlich wie andere Institutionen - etwa die Secession - wird
fortan Aktuelles an Mitglieder und Interessenten verschickt. Treffpunkt Auditorium Das Auditorium hat die technischen Voraussetzungen (und räumlichen
Trennmöglichkeiten) für Film- und Videovorführungen, Seminare, Workshops,
Podiumsdiskussionen, Performances und Partys. Als Veranstaltungs- und
Gesellschaftsraum bietet sich auch die VIP-Lounge unter der Kuppel an.
Einen Event-Raum hat auch das Caférestaurant (neben dem großen
lichtdurchfluteten Hauptraum, einer Dachterrasse und einem Gastgarten) zu
bieten. Symposion Die Eröffnung des Museums am 15. September ist auch Anlass zu einer
verstärkten theoretischen Auseinandersetzung und einer Diskurs-Offensive.
Gemeinsam mit der Museumsquartier-Errichtungs- und Betriebsgesellschaft
wird im September ein Symposion "Das Wiener Museumsquartier - Chancen und
Risken" veranstaltet. Für Oktober plant die Künstlergruppe dy'na:mo ein Festival
elektronischer Musik & Performance, das künftig zweimal pro Jahr
stattfinden soll. Im Rahmen von "Wien modern" wird im November der
Salzburger Pianist Markus Hinterhäuser das gesamte Klavierwerk von Morton
Feldman (1926 - 1987) hier zur Aufführung bringen. 90 Schilling Eintritt Der künftige Eintrittspreis ist mit 90 Schilling festgesetzt. Gerungen
wird noch um die Möglichkeiten einer Kombikarte für die Besucher des
Museumsquartiers. Zur Eröffnung des Museumsquartiers trägt das Museum am
29. Juni mit einem Sommerfest bei, das zur jährlichen Einrichtung werden
könnte. | ||||||