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Rom - Nach dem schweren Erdbeben, das in der Nacht auf Montag die mittelitalienische Region Abruzzen stark getroffen hat, meldeten die Kunstbehörden auch viele Kilometer fern vom Epizentrum schwere Schäden. Die Thermen von Caracalla in Rom wurden durch den Erdstoß, der auch in der Hauptstadt stark spürbar war, beschädigt, so die Behörden in Rom. Der Zugang zu dem archäologischen Gelände wurde gesperrt. Andere Monumente in der Ewigen Stadt wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen, versicherten die Ämter.
Die Caracalla-Thermen sind die am besten erhaltene Anlage dieser Größenordnung in Rom, wenn nicht auf der ganzen Welt. Insgesamt erstrecken sie sich auf einer Fläche von etwa 340 mal 330 Metern. 216 n. Chr. eröffnete Kaiser Caracalla das Areal am Abhang des kleinen Aventin und damit den zweitgrößten Badekomplex Roms. Wirklich vollendet war die Anlage erst 235, viele der Dekorationen und die Umfassungsanlage wurden erst von Caracallas Nachfolgern fertiggestellt.
Auch in der Region Abruzzen sind die Schäden im Kunstbereich enorm. Teile der Kathedrale der Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila stürzten ein. Die wichtigsten Kirchen der Stadt meldeten schwere Beschädigungen. Nach Angaben des Bischofs Giuseppe Molinari sind die schönsten Gotteshäuser der 68.000-Einwohner-Stadt eingestürzt, mehrere davon stammten aus dem 13. Jahrhundert. (APA)