Baechlers Arbeit hatte im traditionellen Sinn tatsächlich mit Malerei zu tun: Cy Twombly schätzt er, Giotto und auch Rauschenberg. Und er hat ein riesiges Arsenal an Charakteren, eine Sammlung von Dias, seine persönliche Ressource abseits der Kunstgeschichte. Und dann lernte er noch Dokupil kennen und Walter Dahn und sah sich mit Deutschland konfrontiert, mit den 80er-Übervätern Sigmar Polke, Gerhard Richter und Georg Baselitz. Und Donald Baechler blieb dabei, Charaktere und Motive aus seinem Archiv ins Bild zu setzen, zu übermalen, weiterzuentwickeln.
Jetzt hängen seine Arbeiten in allen relevanten Sammlungen: dem Whitney
Museum of American Art, dem Museum of Modern Art und dem Guggenheim Museum in
New York, dem Museum of Fine Arts in Boston, dem Stedelijk Museum in Amsterdam
und dem Centre George Pompidou in Paris. Und: "There was a point in the sixties
when it appeared that we had won the art history wars in 20th century art. We
wrestled the championship away from France, and nobody expected that the ground
would shift so soon."
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1. 10.
2001)
Quelle: © derStandard.at