| Suche nach der räumlichen Tiefe | |
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Margaret Benyon ist Holografie-Künstlerin der ersten Stunde. Seit den 60er Jahren beschäftigt sie sich mit der Kunstform des "elektronischen Jahrhunderts". Von Martina Theininger.
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Von der englischen "Queen" hat sie im
Frühjahr 2000 eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk erhalten. Nicht nur für
sich selbst, sondern für die ganze holografische Künstler-Community hat
sie den Orden und den Titel "Member of the British Empire"
entgegengenommen, erklärt die britische Holografie-Künstlerin Margaret
Benyon. Es sind dieselben majestätischen Ehren, mit denen auch die "Beatles" in
den späten 60er Jahren bedacht wurden, in jener Zeit also, als Benyon
begann, mit Holografie künstlerisch zu arbeiten. Für sie ist die
Auszeichnung ein wichtiger Beweis, dass man sie und ihre Arbeit wahrnimmt
und auch ein Trost, denn Hologramme als Kunstform finden seit Anfang der
90er Jahre wenig Beachtung in der breiteren Öffentlichkeit. Vorstoß in die Dreidimensionalität Schon als Kunststudentin, Anfang der 60er Jahre, reichte Benyon die
Malerei als Medium nicht aus. Besonders die Bemühung um räumliche Tiefe in
einem zweidimensionalen Medium - auf einem Blatt Papier oder einer
Leinwand - erschien ihr widersprüchlich. So begann sie, die Darstellung
der Dreidimensionalität zu ihrem Thema zu machen. Dazu erforschte sie das
Phänomen der räumlichen Wahrnehmung und studierte die Grundlagen von
Physik und Optik. Sie malte "Interferenzmuster" - Bilder, die entstehen, wenn sich
elektromagnetische Wellen kreuzen und beschäftigte sich mit der Fotografie
und dem Licht. 1968 war das Jahr der Umbrüche, auch für Margaret Benyon,
die damals die Holografie für sich entdeckte. Die damals noch junge
Technik der Hologramme, mittels Laser-Licht eine dreidimensionale
realistische Abbildung zu erzeugen, war allerdings nur in
wissenschaftlichen Labors zu finden. Benyon bewarb sich um ein
Forschungsstipenium und bekam schließlich ihr eigenes Studio, wo sie als
Autodidaktin zu arbeiten begann. Cosmetics Series
Im Herbst 2000 wird Margaret Benyon in einer Londoner Galerie neue
Werke präsentieren. Es ist nicht die Tate-Gallery, meint die Künstlerin,
doch eine sehr gute Galerie. Und wer sie sucht, wird sie mit Sicherheit
finden. | ||||