Zürich
- Die amerikanisch-lettische Malerin Vija Celmins erhält den Roswitha
Haftmann-Preis 2009. Die mit 150.000 Schweizer Franken (rund 92.000
Euro) dotierte Auszeichnung ist nach Angaben der gleichnamigen Stiftung
der höchstdotierte Kunstpreis Europas. Celmins, die 1938 im lettischen
Riga geboren wurde und heute in New York lebt, verstehe es meisterhaft,
"die Stärken eines jeden Mediums für sich einzusetzen", teilte das
Kunsthaus Zürich, Mitglied des Stiftungsrats, am Montag mit. Die
Malerin werde den Preis im Mai 2009 bei einer Feierstunde im Kunsthaus
entgegen nehmen.
Vorgängerinnen: Maria Lassnig, Mona Hatoum
Celmins ist nach Maria Lassnig und Mona Hatoum die dritte Künstlerin, die die Auszeichnung erhält. Weitere Preisträger waren etwa Jeff Wall, das Schweizer Künstler-Duo Peter Fischli und David Weiss sowie zuletzt der schottische Videokünstler Douglas Gordon.
Der Roswitha Haftmann-Preis geht auf eine Stiftung der gleichnamigen Zürcher Galeristin (1927-1998) zurück. Haftmann hatte verfügt, lebende Künstler mit einem "namhaften Betrag" zu ehren. Seit 2001 wird der Preis alle ein bis drei Jahre verliehen. (APA/dpa)