Das einzig verbliebene Porträt von William Shakespeare, das noch zu Lebzeiten des Dichters entstanden sein soll, wurde am Montag in London enthüllt. Das Bild soll sechs Jahre vor Shakespeares Tod im Jahr 1610 angefertigt worden sein. Damals war der Dramatiker 46 Jahre alt. Das Porträt hatte sich im Besitz der Familie eines Kunst-Konservators befunden, dessen Vorfahr die Urenkelin eines Shakespeare-Förderers geheiratet hatte.
Der Erbe des Porträts bemerkte, welch einzigartiges Bild sich in der Familiensammlung befand, als er bei einer Shakespeare-Ausstellung ein ähnliches Bild sah - dieses galt bis vor 70 Jahren fälschlicherweise als Porträt aus den Lebzeiten des Dichters.
Bisher gibt es zwei Abbildungen von Shakespeare, die als wirklichkeitsgetreue Darstellung seines Äußeren gelten. Dabei handelt es sich um eine Gravur und eine Porträt-Büste. Beide Kunstwerke entstanden allerdings erst nach Shakespeares Tod.
Artikel drucken