Die Arbeit „Hoher Dachstein“ markiert den höchsten geografischen Punkt der Steiermark - und des Festivals, das vom 2. Juni bis 14. August im obersteirischen Bezirk Liezen stattfinden wird. Die Aufstockung des 2.995 Meter hohen Berges an der steirisch-oberösterreichischen Grenze auf rund 3.000 Meter liegt dennoch nicht in seiner Intention.
Ein Zusammenhang mit den Opfern des schweren Erdbeben in der südwestlichen Provinz Sichuan, bei der auch mehrere tausend Schüler in ihren wie Pappkartons zusammengefallenen Schulen getötet wurden, sei zwar gegeben, stehe aber nicht im Zentrum der Land-Art-Arbeit, so „regionale“-Intendant und Projektverantwortlicher Dietmar Seiler im Gespräch mit der APA. Ai hat sich in den vergangenen zwei Jahren immer wieder für die Klärung des Schicksals hinter dem Tod der Kinder eingesetzt. In der aktuellen Arbeit für die Steiermark gehe es um die Wechselwirkungen zwischen dem Natürlichen und dem Künstlichen „der Kraft des Menschen, der es u.a. schafft, einen vier Tonnen schweren Stein aus China auf die Spitze eines Berges in Österreich zu hieven - und der Gewalt der Natur, die sich beispielsweise bei einem Erdbeben verdeutlicht“, interpretierte Seiler.
Der Aufwand, den Felsbrocken auf den Dachstein zu bringen, ist tatsächlich enorm: Dieser Tage wurde er in Peking verladen, mittlerweile „schwimmt“ er dem Hafen von Rotterdam entgegen, wo er in rund vier Wochen eintreffen soll und dann mit einem Lkw-Transport ins obersteirische Ramsau transportiert wird. Von dort wird er dann mit einem Schweizer Hubschrauber auf den Gipfel geflogen.
Infos online unter http://www.regionale10.at
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