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Meditationen in Rot

Nach neun Jahren meldet sich Johannes Vogl-Fernheim in der Galerie im Andechshof als Maler zurück.

INNSBRUCK. Um pure Malerei geht es in den Bildern des in Amsterdam zum Maler gewordenen Innsbruckers. Der große amerikanische Meister des Gegenstandslosen Mark Rothko ist unübersehbar das Vorbild des 40-Jährigen. Wie diesem geht es auch Vogl-Fernheim primär um den Prozess der Bildentstehung, um das Spiel mit dem gelenkten Zufall.

Johannes Vogl-Fernheim malt seine großformatigen Bilder mit Harzölen in kräftigen Farben, besonders in allen Nuancen von Rot. Warum das so ist, weiß der Künstler selbst nicht zu erklären, habe aber wahrscheinlich unbewusst mit Emotionen und Symbolhaftem zu tun.

Symbole sind Vogl-Fernheim generell sehr wichtig, etwa das Kreuz, das in mehreren seiner in der Andechsgalerie zu sehenden Bilder variiert ist. Der Künstler will hier das Kreuz allerdings nicht im christlichen Kontext interpretiert wissen, sondern als archaische Metapher, die allerdings die europäische Kultur wesentlich mitpräge.

In einem älteren Bild taucht noch deutlich erkennbar eine Figur auf, während in den neuen Arbeiten alles Assoziative auf die schon erwähnten Symbole reduziert ist. Meditative Bildräume zu erschaffen, gilt nun das Wollen von Johannes Vogl-Fernheim, deren formale Schwere er durch hochglänzende Oberflächen zu entmaterialisieren versucht.

Im Rahmen der Premierentage stellt Vogl-Fernheim am 22. November um 13 Uhr in der Andechsgalerie seine "Vision" vor, musikalisch interpretiert von Imelda Melmer und Alexander Goidinger.


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Galerie im Andechshof, Innrain 1, Innsbruck; bis 22. November, Dienstag bis Freitag 15 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr
2003-11-12 15:45:42