| Salzburger Nachrichten am 13. Jänner 2003 - Bereich: KI
Kritik an Haiders Kulturpolitik immer heftiger
In einem sind sich alle drei Parteien einig: Seit Haider Kulturreferent
ist, herrsche im Lande "kultureller Stillstand". Seit drei Jahren gebe es
seitens des Kulturreferenten große Ankündigungen, doch passieren würde
nichts, kritisierte SP-Vorsitzender LHStv. Ambrozy in Klagenfurt. "Es ist Haider nicht einmal gelungen, in dieser Zeit das Kulturamt
ordentlich zu besetzen", so Ambrozy. Die von Haider eingesetzte
interimistische Kulturamtsleiterin Erika Napetschnig sei nur dazu da, um
"personell aufzuräumen". Die jüngst erfolgte Demontage des Leiters der
Landesgalerie, Arnulf Rohsmann, sei ein deutliches Beispiel. "Desaströs" sei die Bilanz der Seebühne, sagte Ambrozy. Es gebe kein
Konzept. Mitte Jänner sei noch nicht einmal entschieden, was heuer auf der
Seebühne gespielt werden solle. Von der Produktion des Vorjahres, "Falco
meets Amadeus", liege noch keine Abrechnung vor. VP -Obmann Georg
Wurmitzer kritisierte, dass Kärnten in jeder Beziehung kulturelles
Schlusslicht sei. Lediglich 1,45 Prozent des gesamten Kulturbudgets der
Republik würden wahrgenommen werden und 1,4 Konzert - und
Theaterveranstaltungen auf 10.000 Einwohner stattfinden. Die Grünen werfen
Haider eine "verfehlte Kulturpolitik" vor. Kulturförderung käme in Kärnten
in immer größerem Ausmaß Vereinen zugute, welche das traditionelle
Kulturgut pflegen. (Schluss) mf |