24.10.2003 13:52
Eine Zumutung
Salzburger
mehrheitlich gegen Museum am Mönchsberg
Salzburg - Das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg wird von
den Salzburgern nicht wohlwollend angenommen: 62 Prozent der Salzburger stimmen
der Aussage zu, dass das Museum auf dem Berg besser nicht gebaut worden wäre,
davon entfallen 48 Prozent der Angaben auf "stimme voll und ganz zu". Das Votum
der Salzburger ist bei dieser Frage relativ eindeutig, geht aus einer von der
Stadt-FPÖ in Auftrag gegebenen IGF-Umfrage hervor, die die neue Chefin der
Stadt-FPÖ, Klubobfrau Doris Tazl, heute, Freitag, veröffentlich
hat.
Jeweils 14 Prozent gaben an, dass sie "eher" sowie "eher nicht" und
17 Prozent "überhaupt nicht" der Meinung seien, dass das Museum der Moderne am
Mönchsberg besser nicht gebaut worden wäre. Sieben Prozent aller Befragten
zeigen sich unentschieden.
754 Salzburger im Alter ab 18 Jahren wurden
vom 5. bis 16. September zur Einstellung in Bezug auf den Bau am Mönchsberg
befragt. Die statistische Schwankungsbreite, bezogen auf die Gesamtergebnisse
für die Stadt Salzburg, betragen maximal plus/minus 3,7
Prozent.
Nicht mehrheitsfähig
Der umstrittene
Museumsbau sei nicht nur hässlich, sondern ganz einfach nicht mehrheitsfähig und
werde von den Salzburgern als Zumutung empfunden, sagte Tazl zum Ergebnis der
Umfrage. Der Museumsbau werde die Salzburger wegen seiner Hässlichkeit immer
aufregen und ein Stein des Anstoßes bleiben. Der Bau sei "eine ganz schwere
architektonische Fehlleistung", so Tazl.(APA)