Die kulturelle Beziehung zwischen Österreich und China
soll Kontinuität bekommen, wünscht sich Österreichs Kunststaatssekretär
Franz Morak, der am Freitag eine Ausstellung österreichischer Kunst im
Shanghai Museum of Contemporary Art eröffnete. Die bis zum 30. November im
Rahmen des Shanghai Art Festivals gezeigte Schau zielt dabei wie schon der
Titel "Austrian Contemporary Art, Architecture and Design" sagt, auf eine
umfassende grenzüberschreitende Darstellung des kreativen Potential in
Österreichs.
"Gerade in Shanghai, einem derart boomenden
internationalen Standort ist verstärkte internationale Präsenz
österreichischer zeitgenössischer Kunst ein wichtiges Signal", so Morak
bei der Eröffnung. Als Kurator konnte der Architekt Hans Hollein gewonnen
werden, der sich um den bunten Querschnitt aus den verschiedenen Sparten
bemühte. Bei der Auswahl der Exponate beschränkte man sich auf Werke ab
der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wobei sich schließlich ein
Schwerpunkt auf die Kunst ab den achtziger Jahren herausbildete.
Daß im Bereich der bildenden Kunst vor allem Malerei
gezeigt wird, entspricht einem Wunsch des Veranstalters. Dennoch wurden
diese Exponate etwa durch eine Skulptur von Walter Pichler, Arbeiten von
Valie Export und Rainer Ganahl ergänzt. Einen besonderen Stellenwert nimmt
auch die zeitgenössische Architektur ein, die, so Hollein, "die
international meistbeachtete Kunstentwicklung in Österreich in den letzten
Jahrzehnten" sei. Hollein entschied sich für das Hochhaus als zentrales
Thema der Schau. Einige ausgesuchte Designstücke ergänzen die
Präsentation, zu der bei Holzhausen der großformatige Katalog erschienen
ist.
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