| DER ONLINE DIENST DER
TIROLER TAGESZEITUNG http://www.tirol.com/ |
| Tourismusplakate der Tiroler Nachkriegszeit in
Innsbruck zu sehen Rund 60 Originalentwürfe in verschiedenen Techniken und Plakatdrucke sind im Rahmen der Ausstellung "Die gelbe Keilhose-Tourismuswerbung in Tirol von 1945-1964" im Innsbrucker "Museum im Zeughaus" zu sehen. Innsbruck (APA) -Die Schau führt die Besucher von 30. April bis 28. September 2003 auf eine kulturgeschichtliche und künstlerische Reise vom Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr der IX. Olympischen Winterspiele in Innsbruck (1964).Nach 1945 war der "Fremdenverkehr" wichtigster Hoffnungsträger der österreichischen Wirtschaft, erklärte Meinrad Pizzinini, Kustos der Historischen Sammlungen. In den Plakaten und Entwürfen habe man zunächst mit Klischees wie Menschen in Tracht, der noch intakten Landschaft, dem unberührten Hochgebirge, aber auch den Sehenswürdigkeiten der Stadt Innsbruck geworben. In plakativer Absicht habe die Bildgestaltung den Inhalt auf eine großflächige Darstellung reduziert. Seit Ende der 40er Jahre sei dann Grafik zunehmend mit dem Medium Fotografie kombiniert worden, bis sich schließlich auch reine Foto-Plakate durchsetzten. Mit den IX. Olympischen Winterspielen in Innsbruck 1964 hätten sowohl Tourismus als auch die einschlägige Werbung einen ersten Höhepunkt erfahren. Arthur Zelgers Aufsehen erregendes Plakat "TYROL" mit einer braun gebrannten Skifahrerin in enger, gelber Keilhose aus dem Jahr 1949 sei für einen ganzen Abschnitt der Tiroler Tourismus-Werbung bezeichnend gewesen, sagte Pizzinini. Damals - als zum Skilauf noch weite Hosen in gedeckten Farben üblich waren - sei eine solche Darstellung eine Sensation gewesen. Aber auch heute sei das Plakat noch sehr bekannt. Mit der Schreibweise "Tyrol" mit Y sollte die Werbung auch einen internationalen Touch erhalten, erklärte der Kustos. Die gezeigten Entwürfe und Plakatdrucke stammen zum größten Teil aus dem Besitz der Tirol Werbung und des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum. Nach 1945 habe man teilweise auf Erfahrungen und künstlerische Kräfte der Vorkriegszeit mit Grafikern wie Arthur Zelger, Heinrich C. Berann oder Franz Lenhart zurückgreifen können. Neue Künstler wie Helmut und Maria Rehm, Karl Sommer, Franz Schwetz oder Josef Hable seien hinzu gekommen. Die Ausstellung wird durch Prospekte ergänzt, deren Werbelinie mit jener der Plakate überein stimmt, sowie durch "dreidimensionale" Objekte wie beispielsweise eine "originale Keilhose". Historische Werbefilme von Theo Hörmann wie "Seil und Ski" und der offizielle Film über die damaligen Olympischen Winterspiele, in denen sich die selben Klischees wie in der Werbegrafik finden, runden das Ausstellungsprogramm ab. Museum im Zeughaus, Zeughausgasse, Innsbruck. Eintritt: 8 Euro - Mit Ermäßigung: 4-6 Euro. 2003-04-29 13:47:15 |