| Flaggschiff mit Profil | |
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Künstlerhaus neu in Zeiten von Museumsquartier, U-Bahn-Ausbau und
Kunstplatz Karlsplatz.
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Rund 2.000 m² Ausstellungsfläche, Kino,
Theater, Shop, Bar und Internetcafé. Es ist ein großes Flaggschiff, dieses
Künstlerhaus mit
seiner 500 Mitglieder starken Besatzung, und es steuert schon seit einiger
Zeit einen neuen und innovativen Kurs an. Dieses Profil soll in Zukunft
noch verstärkt werden, um in der reichen Wiener Museumslandschaft
hervorzustechen und sich gegen andere Häuser abzugrenzen.
Konkurrenz fürchtet man weder vom Museumsquartier noch
von der nahe gelegenen Secession - ganz im Gegenteil. Künstlerhauspräsident
Manfred Nehrer: "Je mehr es an Aktivitäten gibt, desto besser. Mit der
Programmschiene, die wir fahren (Architektur, Neue Medien, Kunst im
öffentlichen Raum, Design, ...) füllen wir eine Lücke. Diese Position wird
uns das Museumsquartier nicht streitig machen." Synergien nutzen Geschäftsführerin Doris Rothauer spricht sogar von einer geplanten
Zusammenarbeit mit dem Museumsquartier. Geplant sind etwa ein gemeinsames
Ticketing-System, gemeinsames Marketing, die Nutzung von
Synergieeffekten. Die Schlagworte: junges Potenzial, neue Medien und Cross-Over sollen
zwar das Image des Künstlerhauses prägen, die eigenen Mitglieder - die
Seele des Hauses - sollen aber nicht vernachlässigt werden. Diese
großteils schon etablierten Künstler will man mit attraktiven
Veranstaltungen nun verstärkt ans Haus binden. Im Obergeschoß wird ihnen
eine Art Clubraum zur Verfügung stehen, eine Plattform für künftiges
Clubleben. Dort können z.B. Diskussionsveranstaltungen über die
Künstlersozialversicherung stattfinden - und im Untergeschoß wird es
weiterhin Themenausstellungen geben. U-Bahn verbindet Ob man in Zukunft auch über Räumlichkeiten außerhalb und unterhalb des
Gebäudes verfügen kann, wird sich demnächst entscheiden. Der Kunstplatz Karlsplatz - er soll die Institutionen des
Platzes miteinander verbinden und neue Räume für die Kunst erschließen -
ist vorerst nur ein Slogan. Die Verwirklichung scheiterte bis jetzt am
Geld. Einzig die große U-Bahn-Baustelle verbindet im Moment die Gebäude. Wenn die neuen Räume für das Künstlerhaus, für die es schon Pläne und
Modelle gibt, auch verwirklicht werden sollen, so drängt die Zeit, meint
Manfred Nehrer: "Das kann nur im Zuge des derzeitigen U-Bahn-Baues
geschehen. Wenn es uns daher jetzt nicht gelingt, bis Frühsommer Geld
aufzustellen, dann ist das Projekt nicht mehr wirtschaftlich. Es wäre
allerdings auch eine Verpflichtung der öffentlichen Hand und kein
Privatvergnügen des Künstlerhauses." Geldquellen eröffnen Auch in finanzieller Hinsicht gibt es im Künstlerhaus also
Handlungsbedarf - im nächsten Jahr läuft der Vertrag mit dem
Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten aus. Eine
Art Mietvertrag, der vorsah, dass ein Teil der Räumlichkeiten für sechs
Monate von den Bundesmuseen genutzt wurde. Neben der Subvention brachte diese Zusammenarbeit auch
publikumsträchtige Ausstellungen, wie die Max-Weiler-Schau oder die
Ausstellung "Zwischenwelten" der Stiftung Ludwig ins Haus - eine durchaus
fruchtbare Zusammenarbeit, um deren Fortsetzung man sich nun bemühen will
und die man sich auch in etwas veränderter Form vorstellen kann - es
sollen nicht nur Räume sondern auch Inhalte zur Verfügung gestellt werden,
mit Unterstützung der öffentlichen Hand. Sponsoren mit Inhalten Finanzielles und Inhaltliches zu verbinden, steht auch bei den neuen
Sponsoring-Verträgen des Künstlerhauses im Vordergrund. Denn wenn man die
Programmschiene zu 50 Prozent aus eigenen Mitteln aufbringen muss, wird
man erfinderisch. Künftig sollen die Sponsoren nicht mehr nur Geld und
Namen sondern auch ihr Know-how zur Verfügung stellen. So hat sich etwa das Sponsoring-Modell bei Themenausstellungen schon
bewährt: die inhaltliche Kompetenz des Partners fließt in die Ausstellung
ein, z.B. bei "Manifeste des Wohnens", wo eine Bank Kooperationspartner
war. Im Künstlerhaus ist man jedenfalls zuversichtlich, dass mit den
neugeschmiedeten Ankern - Programm, Räume und Finanzierung - auch bei
hohem Wellengang nichts passieren kann. Link: Künstlerhaus | ||||