Arnheims Publikationen "Art and Visual Perception" (1954) und "Visual Thinking" (1969) gelten heute noch als zentrale Texte der Kunstwissenschaft. Arnheim litt seit einigen Jahren an der Parkinson-Krankheit und lebte zuletzt in einem Altersheim. "Er ist friedlich gestorben", sagte seine Tochter.
Werdegang
Der gebürtige Berliner promovierte unter anderem bei dem Begründer der Berliner Gestalttheorie Max Wertheimer und war bis 1933 Kulturredakteur der Wochenzeitschrift "Die Weltbühne". Nach seiner Flucht vor den Nazis lehrte Arnheim zunächst in Italien. Später ging er ins Exil nach London und dann in die USA, wo er am Swarthmore College, der Harvard Universität und zuletzt in Michigan tätig war.
1999 verlieh die Stadt Düsseldorf Arnheim den Helmut-Käutner Preis. Die Humboldt-Universität in Berlin sowie die University of Michigan in Ann Arbor benannten Lehrstühle nach ihm. Außerdem gibt es an der Fachhochschule Dortmund ein Rudolf-Arnheim-Forum und in Hamburg ein Rudolf Arnheim Institut. (APA/dpa)