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Kunsthalle: Vorwürfe gegen Matt zurückgewiesen

16.10.2011 | 18:13 |  (Die Presse)

Der Vorstand stellt sich hinter Kunsthallen-Direktor Gerald Matt. KH-Präsident Thomas Häusle erklärte am Sonntag in einer Aussendung: Zu keiner Zeit wurden private Leistungen für Matt aus KH-Mitteln beglichen.

Der Vorstand der Kunsthalle (KH) hat „mit aller Entschiedenheit“ neue Vorwürfe gegen Direktor Gerald Matt zurückgewiesen, die im „Profil“ erhoben wurden. Laut dort veröffentlichten fünf eidesstattlichen Erklärungen soll Matt (53), seit 1996 KH-Direktor, von 1998 bis 2005 private Dienstleistungen über das Ausstellungshaus verrechnet haben: „In beträchtlichem Umfang.“

KH-Präsident Thomas Häusle erklärte dazu am Sonntag in einer Aussendung: Zu keiner Zeit wurden private Leistungen für Matt aus KH-Mitteln beglichen. Man werde das Kontrollamt aber „auf Wunsch“ Matts ersuchen, „im Zuge seiner zurzeit laufenden Prüfungen den Behauptungen im ,Profil‘ nachzugehen“. Laut dem Magazin wurden die eidesstattlichen Erklärungen von ehemaligen KH-Angestellten abgegeben sowie Freiberuflern, die im Auftrag des Ausstellungshauses arbeiteten.

„Aus Angst vor Verleumdungsklagen“ wollen die Zeugen anonym bleiben. Sie berichten von Reparatur-, Installations- und Transportarbeiten für Matts Privatwohnung, die KH-Mitarbeiter ausführten, die Kunsthalle bezahlte sie. KH-Betriebsmittel wie „freie Dienstnehmer, der permanent gemietete Transportwagen, Infrastruktur (Lager, Werkstatt, Werkzeug)“ seien herangezogen, Arbeitsstunden für Möbeltransporte oder Arbeiten in Matts Wohnung verrechnet und auf „Kostenstelle 10“ gebucht worden.

Für den KH-Vorstand ist es „bezeichnend“, dass die „in Medien und nicht gegenüber Aufsichtsorganen erhobenen Behauptungen von lange nicht mehr im Betrieb befindlichen ehemaligen KH-Arbeitern und freien Dienstnehmern kommen, die im Zuge einer Umorganisation seit 2005 nicht mehr für die KH arbeiten“. Das Kontrollamt prüfte bereits die Jahre 1998 bis 2002, der nächste KA-Bericht (2002 bis 2010) kommt 2012. Matts Vertrag wurde zuletzt 2007 (bis 2014) verlängert. apa/red


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