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09.07.2003 - Kultur News
Kunstförderung stagniert auf hohem Niveau
Knapp 80 Millionen Euro war dem Staatssekretariat im Vorjahr die Kunstförderung wert.
VON NORBERT MAYER


Beträchtlich früher als bisher üblich wurde von Staatssekretär Franz Morak (ÖVP) am Dienstag der Kunstbericht des Bundes für das Jahr 2002 in den Ministerrat eingebracht. 79,56 Millionen Euro verwendete der Bund im Vorjahr für die Kunstförderung. Das scheint auf den ersten Blick im Vergleich zu 2001 mit fast 108 Millionen Euro wenig, würde eine Kürzung um ein mehr als ein Viertel bedeuten. Doch damals waren große Summen für Sonderprojekte aufgebracht worden: Vor allem Graz als Kulturhauptstadt 2003 (14,53 Mio. €), sowie Investitionen für den Umbau des Kleinen Festspielhauses in Salzburg (9,44 Mio. €) und des Musikvereins in Wien (3,63 Mio. €) hatten kräftig zu Buche geschlagen.

Ein aussagekräftigerer Vergleich ergibt sich mit dem Jahr 2000. Damals waren rund 77 Millionen Euro ausgegeben worden: 2002 bringt gegenüber 2000 eine leichte Steigerung in absoluten Zahlen - eine Stagnation, wenn die Inflation berücksichtigt wird.

"Das ist kein Grund zum Jubeln," sagte die Kultur-Sprecherin der SPÖ, Christine Muttonen: "Die Werte von 1999 (88,5 Mio. €) wurden seither nicht mehr erreicht. Morak ist es nicht gelungen, neue, innovative Bereiche zu fördern." Es sei bedauerlich, dass viele Kulturinitiativen inzwischen aufgeben mussten.

Den größten Anteil an den Förderungen hatten erneut Musik und Darstellende Kunst. (39,38 Mio. €; 2001: 51,24 Mio.) Zu den Gewinnern zählte das Österreichische Filminstitut: 9,6 Mio. € (2001: 7,7 Mio.), davon hat es nur 8,2 Mio. ausgeschöpft. Morak setzte zudem Schwerpunkte beim internationalen Kunstaustausch, mit der Ausstellung "East Meets West" im Künstlerhaus Wien (96.372 €), sowie "Design Now Austria" (167.000 €), die in Fernost und Australien gezeigt wurde. Zudem wurde die Teilnahme des Architekten Günter Domenig an der Biennale Shanghai (24.931 €) realisiert. Gefördert wurde auch Peter Weibels "In Search of Balkania" (200.000 €). Unter den großen Posten hat das Theater in der Josefstadt nach der Entschuldung mit nunmehr 5,5 Mio. € den Stand von 2001 (7,7 Mio. €) nicht mehr erreicht. Die Salzburger Festspiele erhielten die geforderten 5,17 Mio. € (2001: 5,3 Mio. €).



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