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Aktuell  |  Vorschau Mai 2010. Hermann Nitsch, Meisterwerke aus der Duerckheim Collection

Vorschau Mai 2010. Hermann Nitsch, Meisterwerke aus der Duerckheim Collection

02.05. 2010 - 03.04. 2010

HERMANN NITSCH MEISTERWERKE AUS DER DUERCKHEIM COLLECTION
ZUM ERSTEN MAL IN IHRER GESAMTHEIT PRÄSENTIERT

Eine über 20 Meter lange, blutrot dominierte Malwand aus der 25. Malaktion 1987 im Chateau d’Oiron, einer der eindrucksvollsten „Altäre“ aus der 22. Malaktion am 22. Juli 1987 in der Galerie Hoschek in Graz und die Gesamtinstallation, die Hermann Nitsch eigens für die Sydney Biennale 1988 geschaffen hat, bilden neben rund 100 Exponaten, das Herzstück der Ausstellung des Hermann Nitsch Museum im MZM Museumszentrum Mistelbach, die von 02. Mai 2010 bis 03. April 2011 unter dem Titel Hermann Nitsch Meisterwerke aus der Duerckheim Collection zu sehen ist.

Die Duerckheim Collection zählt zu den interessantesten Sammlungen Moderner Kunst in Europa. Seit über dreißig Jahren beschäftigt sich Christian Graf Duerckheim mit dem Gesamtkunstwerk des Universalkünstlers Hermann Nitsch und hat in diesem Zeitraum über 100 Exponate versammelt. Sie bieten einen repräsentativen Querschnitt und einen spannenden Einblick in den Werkkosmos von Hermann Nitsch aus der Perspektive eines Privatsammlers. Von Anfang an blieben die Arbeiten im Verborgenen in der Sammlung. Nun werden sie zum ersten Mal seit ihrer Entstehung dem kunstinteressierten Publikum präsentiert.

Sowohl bei der 25. Malaktion im Chateau d´Orion als auch bei der Gesamtinstallation, die auf der Sydney Biennale zu sehen war, hat Hermann Nitsch mit den räumlichen Gegebenheiten gearbeitet. Damit die Arbeiten im Hermann Nitsch Museum in ihrer ursprünglichen Kraft und auratischen Wirkung erstrahlen, hat Hermann Nitsch für die Ausstellung ein Raumkonzept entwickelt, das den Hauptraum mit Hilfe von Installationselementen strukturiert.

Waren 1987 bei der 22. Malaktion in Graz, bei der 25. Malaktion im Chateau d’Oiron sowie 1988 bei der Biennale in Sydney Blut und die Farbe Rot, mit denen Hermann Nitsch experimentierte, vorherrschend, so geben die Schüttbilder aus der 28. Malaktion aus dem Jahr 1989 auf eindrucksvolle Weise die Auseinandersetzung und Beschäftigung dieses Ritualmeisters aller Künste mit dem gesamten Farbspektrum wieder.


Diese Bilder – dreißig „handverlesene“ Kreuzwegstationen – aus den späten 1980er Jahren zählen ebenfalls zu den Glanzstücken der Duerckheim Collection.

Diese schon fast historischen Meisterwerke dokumentieren den Beginn einer künstlerischen Auseinandersetzung, die bis heute andauert und bei der Hermann Nitsch das Verschütten von Farbe, als Grundritual jeder Malaktion definiert. 

 

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