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In seinen Reportagen erzählt er nicht allein Geschichten,
sie sind Weltgeschichte. Quer durch Europa jagte Erich Lessing für die
elitäre Agentur "Magnum" nach den richtigen Augenblicken. Für seine
Aufnahmen des kommunistischen Europa, besonders für die Bilder der
ungarischen Revolution 1956, wurde der 1923 als Sohn einer jüdischen
Familie in Wien Geborene berühmt. Am Sonntag, 13. Juli, feiert der mit 16
Jahren emigrierte und 1947 zurückgekehrte Grandseigneur der heimischen
Fotoreportage seinen 80. Geburtstag. Bereits 2002 würdigte ihn das
Kunsthistorische Museum im Palais Harrach mit einer überbordenden
Ausstellung. Lessing über seine Arbeit: "Die Welt ändern kann weder ein
momentaner Volksaufstand noch die Intervention eines Fotografen. Aber
dennoch muss man das zeigen, weil man nicht nur anwesend ist, sondern mit
der Kamera dabei." Bis heute fotografiert Erich Lessing Geschichte - jetzt
allerdings die der Kunst. sp
© Die Presse | Wien
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