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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
06. März 2007
15:07 MEZ
Kunstbiennale Venedig umfangreich wie nie
77 Länder vertreten, darunter erstmals auch der Libanon und die Türkei

Rom - Insgesamt 77 Länder werden bei der diesjährigen Kunstbiennale in Venedig vertreten sein - so viele wie niemals zuvor. Unter dem Motto "Mit den Sinnen denken, mit dem Geist fühlen - Die Kunst in der Gegenwart" wollen die Teilnehmer am Canal Grande neue Werke und Trends ihres jeweiligen Herkunftslandes präsentieren. Unter anderem sind erstmals Libanon und die Türkei mit dabei, während Afrika einen eigenen Kontinent-Pavillon erhält. Ziel sei es, in die Zukunft zu blicken und nicht in die Vergangenheit, teilten die Veranstalter am Dienstag in Rom bei der Präsentation der internationalen Kunstschau mit. Österreich ist in Venedig durch den in Wien lebenden Maler Herbert Brandl vertreten.

Der Zeitplan

Die 52. Biennale, die am 10. Juni ihre Pforten öffnet, wird auch in diesem Jahr im Park der Giardini und in den Hallen des Arsenale am Canal Grande stattfinden. Neben den Länderpavillons gibt es bis zum 21. November auch wieder eine große internationale Ausstellung. Kurator der Biennale ist erstmals ein Amerikaner: Robert Storr. "Auf diese Weise können sich zwei Kulturen - die amerikanische und die europäische von Venedig - miteinander vergleichen", sagte Biennale-Präsident Davide Croff.

Storr, ein renommierter Kunstexperte, ist unter anderem der Direktor der Yale School of Art und beratender Kurator am Philadelphia Museum of Art. "Bei der Zusammenstellung einer Ausstellung geht es nicht darum, Künstler und Werke zu wählen, die mir gefallen, sondern vielmehr jene, die für Diskussionen sorgen", erklärte Storr.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Kunstbiennale nun auch eine verstärkte Kooperation mit Kunstschauen der europäischen Nachbarn anstrebt. So soll es künftig einen Dialog über die jeweiligen Projekte mit der Art Basel, der Documenta in Kassel und der Ausstellung Skulptur-Projekte in Münster geben, hieß es. (APA/dpa)


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