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Metamorphose im Bild

Drei Zugänge zum Thema „Verwandlung“: Die Künstlergruppe „P®ojektiv“ stellt ab heute bis Mitte Juni in der ArtPort Galerie aus.

Metamorphose bedeutet Umgestaltung, Umwandlung, Verwandlung. Sie findet sowohl in der Natur als auch in der Kunst statt. Die Künstlergruppe „P®ojektiv“ befasst sich mit ihr, wobei die drei dahinterstehenden Künstlerinnen Claudia Defrancesco, Barbara Keller und Andrea Kirnbauer je ganz unterschiedliche Zugänge wählen.Botanik im Wandel Zu allen Zeiten waren die Pflanzen in Kunst, Kultur und Religionen Träger und Zeichen des Lebens und der Erneuerung. Im Wandel der Jahreszeiten, im Kreislauf der Natur ist das Fallen der Blätter etwas Natürliches und Grundlage für neues Leben im Frühjahr.

Claudia Defrancesco verfolgt in ihrer 13-teiligen Serie zeichnerisch den Wandel eines Walnussbaumzweigs innerhalb von 14 Tagen. Fotografisch nähert sie sich dem Thema mit einer vierteiligen Hibiskus-Serie (siehe oben).

Wolken, Regenbögen, Blätter, verkleidete Menschen, selbst Pfannkuchen sind unter Barbara Kellers Fotografien zu entdecken. Ein buntes Sammelsurium an Kunst. Alles ist im Fluss. Alles ist Verwandlung. „Alles, was ist, wird sein. Und was nicht so sein wird, wird eben anders in Erscheinung treten“, philosophiert die Künstlerin, die sich ungern in Schubladen stecken lässt. Ein Unikat – und auch sie ist im Wandel. Interessen ändern sich. Fokusse ändern sich – im übertragenen Sinn so wie auch im praktischen. Kellers Bilder machen die Wandlung sichtbar und erlebbar. Unbereinigt, ungeschönt.

Fotografie spielt auch bei Andrea Kirnbauer eine Rolle. Wenn auch in anderer Form. Fotos von Meereslandschaften inspirierten sie zu ihren Häkel-Objekten (siehe Mitte). Die Impression der Unterwasserwelt verwandelt sich in ihren Werken in Expression. Farben- und Formensprache werden in abstrahierter, verwandelter Form wiedergegeben. Einen anderen Zugang wählte sie in ihrer Bilderserie „Imago“. Die Fotografien illustrieren auf lyrischer Ebene ein Gedicht Rainer Maria Rilkes – „Die Liebenden“. Dabei geht es um den Zustand der Begegnung „der Liebenden“ mit dem Menschen, der eine Veränderung oder Verwandlung hervorruft. Alle drei Künstlerinnen werden zur heutigen Vernissage in der ArtPort Galerie anwesend sein.

Beilagen / 28.04.2011 28.04.2011 / Print

 
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