Rot-gelb trifft rot-weiss

In einem Reigen von Österreich Ausstellungen in der Galerie Museum auf Abruf ist als letztes Bundesland das Burgenland vertreten.


Die Kunstabteilung der Kulturabteilung der Stadt Wien die seit den 50er Jahren durch Ankäufe österreichische Künstler fördert stellt hier eine Themenausstellung vor, deren Bandbreite von einer Stadtansicht von Kurt Absolon von 1950 bis zum computergenerierten Objekt von Margarete Jahrmann (2002) reicht.

Margarete Jahrmann / Max Moswitzer,
Margarete Jahrmann / Max Moswitzer, "Data-objectile", 2002 / ©Bild: Martin Kitzler, Kulturabteilung der Stadt Wien

Allen Künstlern gemeinsam ist, dass sie entweder im Burgenland aufgewachsen sind, oder dort leben und eine enge Beziehung zu Wien haben.

Künstlergruppe Burgenland

Um die Anbindung des burgenländischen Kunstgeschehens an die internationale Kunstszene hat sich schon die 1956 von Feri Zotter, Rudolf Klaudus, Rudolf Kredl und Wolfgang Baminger gegründete "Künstlergruppe Burgendland" mit Erfolg bemüht.

Karl Prantl

Internationale Bedeutung erlangte das Bildhauer-Symposium, das der Pöttschinger Künstler Karl Prantl, 1959 in St. Margarethen begründete. Prantl löste sich völlig vom Gegenstand und fand zu einer reduzierten Kunst mit hohem spirituellen und geistigem Anspruch.

Objekte

Neben den Skulpturen von Roland Goeschl, Wander Bertoni wird ein Schmuckobjekt von Peter Skubic und eine keramische Plastik von Lilo Schrammel präsentiert.

Walter Pichler

Mit der Zeichnung "Haus für kleinen Rumpf" sind Walter Pichlers wesentlichen Themen angesprochen, die sowohl in der Plastik wie auch in der Zeichnung verfolgt werden: die Untersuchung von Figuralem und ihr Umraum, der meist als Schutzhülle eines Hauses um sie entsteht.

Walter Pichler,
Walter Pichler, "Haus für den kleinen Rumpf", 1994 / ©Bild: Martin Kitzler, Kulturabteilung der Stadt Wien

Wirklichkeiten

Martha Jungwirth gehört wie Peter Pongratz zur der von Otto Breicha 1968 gegründeten Gruppe "Wirklichkeiten". Walter Schmöger ist mit einem Seelenbild vertreten, Josef Mikl mit einer frühen abstrahierenden Kompostion. Neben Malerei und Grafik finden sich auch fotografische Arbeiten unter anderem auch die Stickbilder von Maria Hahnenkamp.

Weg vom Regionalismus

Eine eigenständige Kunstentwicklung hat es im Burgenland nie gegeben. Viele vor allem die jüngeren Künstler haben den Anschluss an die internationale Kunstszene gefunden. Einige leben in New York oder Berlin, Ausstellungen führen sie in alle möglichen Länder. Bloßer Regionalismus ist in Zeiten internationaler Vernetzung weniger denn je eine Thema in der bildenden Kunst.

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