| "Binnendifferenz" | |
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Die Wiener Galerie Krinzinger zeigt auf einem ehemaligen
Industrieareal in Bregenz junge Kunst aus Berlin.
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Berlin hat sich in den letzten Jahren als
das neue Kunstzentrum Deutschlands etabliert. Viele internationale
Künstlerinnen und Künstler wählen die Stadt als temporären Wohnsitz und
tragen so zur Lebendigkeit der Szene bei. Für das Ausstellungsprojekt "Berlin- Binnendifferenz" der Galerie
Krinzinger haben der Komponist Thomas Krinzinger und die in Wien tätige
Kuratorin Bettina Busse das Programm zusammengestellt. Während zahlreichen
Aufenthalten in Berlin wurde die Auswahl getroffen. Ein Eckpunkt dabei ist
die in Berlin wieder sehr präsente Malerei. "Es gibt aber keine neuen
jungen Wilden, sondern viele unterschiedliche Strömungen", erklärt Bettina
Busse. Kult, Liebe, Medien Kultfiguren wie die Beatles oder David Bowie stehen im Mittelpunkt der
Bilder des Künstlerduos Maike Abetz und Oliver Drescher. In Johannes Kahrs
Installation dreht sich alles um die Liebe: Der Künstler arbeitet mit
Bildern, die in den Medien und in der Geschichte des Kinos vorkommen und
er erzeugt künstliche Räume, die er mit Musik und akustischen
Filmausschnitten bespielt.
Künstlerkollektiv Isotrop Ein Shooting-Star innerhalb der jungen Berliner Kunstszene ist Jonathan
Meese, dessen Arbeiten nun in Bregenz gezeigt werden. Meese ist
Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Isotrop, die vor rund vier
Jahren ins Leben gerufen wurde. Seither organisieren die rund 20
KünstlerInnen Ausstellungen und Workshops. Sie machen aber auch Filme und
haben eine eigene Band. Interessant ist dabei, dass trotz des Arbeitens im
Kollektiv die einzelnen Kunstwerke die Handschrift der jeweiligen
Künstlerpersönlichkeit tragen. Schwerpunkt Fotografie Neben Installationen und der Malerei nimmt auch die Fotografie in der
Berliner Kunstszene einen wichtigen Stellenwert ein. Frank Thiel setzt
sich bespielsweise mit dem öffentlichen Raum auseinander. Der Künstler
thematisiert in seinen Fotografien anhand von Überwachungskameras die
Frage nach der Sicherheit und Unsicherheit in Städten. Er wendet sich
gegen die Scheindebatten, wie er sagt, in denen den Bürgern versprochen
wird, alles werde gut, solange der öffentliche Raum äußerlich intakt
erscheine. Kunst auf dem Industriegelände Präsentiert wird die Ausstellung über junge Berliner Kunst, die
anschließend in veränderter Form auch in Salzburg und Innsbruck zu sehen
sein wird, in Bregenz in einer 800 m2 großen Industriehalle in
unmittelbarer Nähe des Festspielhauses. Teile des ehemaligen Fabrikareals
werden derzeit umgebaut. Wie lange die Räumlichkeiten im Sommer noch für
die Kunst zur Verfügung stehen ist ungewiss, denn Ursula Krinzinger weiß
noch nicht, ob sie das Projekt noch betreiben wird. Vor 5 Jahren, als die
Galerie Krinzinger ihr 25. Jubiläum beging, bespielte sie die
Räumlichkeiten das erste Mal. "Ich behaupte immer noch, dass wir die
Besitzer auf diesen wunderbaren Ort erst aufmerksam gemacht haben", ist
sich Ursula Krinzinger sicher. Heute, da Teile des Komplexes anderwärtig,
etwa als Jugendherberge, genützt werden, wird es für die Galerie immer
schwieriger, den Ort zu bekommen. Tipp: Zu sehen ist die von der Galerie
Krinzinger veranstaltete Ausstellung "Berlin- Binnendifferenz" bis 12.
August im BengerAreal im Bregenzer Festspielbezirk. | ||||