Pop-Art nach den Suppendosen
Medienkünstler Helmut Rauch weiß, was nach Andy Warhol Sache ist.
CHRISTA DIETRICH
christa.dietrich@vn.vol.at, •72/501-225
Bregenz (VN)
Pop-Art - da sehen wir Suppendosen, also Alltagsgegenstände, die gemalt
zur Kunst erhoben wurden, oder Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe und
Jacky Kennedy, die etwa Warhol in Siebdruck-Technik festhielt, als
seien sie nicht schon vielfach abgelichtet worden. Oder vielleicht
gerade deswegen. Medienkunst will der profund bei Peter Weibel
ausgebildete Vorarlberger Helmut Rauch einmal anders interpretieren. Medium Malerei
Nach zahlreichen
Video-Arbeiten erhob er die Malerei zu seinem Medium. Und die Medien
selbst? Sie sind die Quelle seiner Aktionen. Bilder bekannter
Schauspielerinnen oder Musiker - wie etwa Kurt Cobain - werden am
Computer überarbeitet und dann nachgemalt. Und zwar so, dass sich der
Interpretationsspielraum für die Betrachter erweitert. Bei Cobain kommt
aufgrund der politischen Äußerungen des Künstlers, der sich 1994 das
Leben nahm, freilich noch eine Dimension hinzu. Rauch will seine
Arbeiten, die erstmals in der Galerie "ardizon" in Bregenz zu sehen
sind, auch als weiteren Impuls für die Malerei verstanden wissen. Ein
wenig sind sie mit den Porträts der bekannten Vorarlbergerin Alexandra
Wacker vergleichbar, im Besonderen aber vermögen die Gesichter, obwohl
tausend Mal gesehen, erneut zu inte ressieren. Und das gibt Helmut Rauch recht.
Die Ausstellung
"Famous Faces" mit Arbeiten von Helmut Rauch wird am 2. Februar, 20
Uhr, in der Galeire "ardizon" in Bregenz (Thalbachgasse 4) eröffnet und
ist bis 24. Februar, Di bis Fr, 10 bis 12 und 16 bis 20 Uhr, Sa, 10 bis
12 Uhr, zu besichtigen. ZUR PERSON
Helmut Rauch
Geboren: 1966 Ausbildung: Studium an der Hochschule für angewandte
Kunst in Wien bei Peter Weibel, Studien in Australien Laufbahn:
Mediengestalter, freischaffender Künstler, Kunsterzieher Wohnort:
Feldkirch Nicole Kidman, gemalt von Helmut Rauch. (Fotos: Rauch, Smodics)
Ebenfalls gesichtet: Angelina Jolie und Kurt Cobain (Ausschnitte).
Es geht mir um die Inszenierung jener Medien-Bilder, die uns im Alltag umgeben.
HELMUT RAUCH
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