Po

Kathi Hofer: "Die Besondere"

24.05.2007 | SN
Mit der Ausstellung "Die Besondere" von Kathi Hofer setzt die Kultur-Plattform Sankt Johann ihre Reihe "hin und retour" fort.

st. johann. Am Donnerstag, 24. Mai, wird im Haus der Musik in St. Johann (20 Uhr) die Ausstellung "Die Besondere" der heimischen Künstlerin Kathi Hofer eröffnet. Die Exponate werden bis 15. Juni präsentiert.

Im Mittelpunkt der Arbeiten von Kathi Hofer, denen ein konzeptueller Ansatz zugrunde liegt, stehen vor allem die "Basics" selbst. Sie verhandeln Fragen wie etwa: Was sind die formalen und inhaltlichen Bedingungen des Kunstmachens? Wie lassen sich Inhalte über Bilder kommunizieren? Und was sind überhaupt diese Inhalte?

Es sind strukturelle Aspekte, die Kathi Hofer aus dem Bedeutungssystem Kunst herauslöst und mittels Fotografie, Zeichnung und Installation gleichsam "in den Raum stellt".

Das (Forschungs-)Interesse an den Grundlagen sowie an einer Erkenntnisleistung der Kunst bezieht Kathi Hofer aus ihrem Philosophiestudium, das sie zusätzlich zum Studium der Kunst und Fotografie in Wien betreibt. Angeleitet von der Idee, dass sich künstlerisches und wissenschaftliches Arbeiten gegenseitig bedingen, ist sie immer wieder um Vermittlung zwischen den beiden Disziplinen und deren unterschiedlichen Medien bemüht. So arbeitet sie derzeit, neben ihrer künstlerischen Tätigkeit, an einem Diplomprojekt in Philosophie, im Zuge dessen sie über sinnliche Wissensformen im Kino und in der Kunst forscht.

Kathi Hofers Werkschau ist die zweite im Rahmen der von der Kultur:Plattform St. Johann ins Leben gerufenen Reihe "hin und retour". Diese Reihe lädt in St. Johann geborene Künstler, die mittlerweile in anderen Städten leben und arbeiten, ein, sich in ihrer Heimatstadt erneut zu präsentieren. Ein Leitmotiv in Kathi Hofers Arbeit, das auch die Ausstellung in der Kultur:Plattform zu einem großen Teil bestimmt, ist das Buch als Bildungsmedium, das Lesen als (emanzipatorische) Kulturtechnik. In ihren Fotografien inszeniert die junge Künstlerin Bücher in einer Weise, die ein Irritationsmoment entstehen lässt: Im Bild gut sichtbar, allerdings nicht mehr - oder nur bedingt - lesbar, sind die Bücher darin ihrer zugedachten Funktion als Wissensvermittler beraubt. Der Blick wird frei auf ihre plastischen, sinnlichen Qualitäten.

In diesen Arbeiten mitformuliert ist die Frage nach einem "sinnlichen Wissen", das sich nicht klar von den Bildern ablösen und in Worte fassen lässt. Gemeint ist eine besondere Form des Wissens oder Erkennens, die über die Kunst möglich wird. Die Kunst selbst ist "die Besondere".

Archiv

Werbung

Salzburg: Stadt SalzburgFlachgauTennengauPongauPinzgauLungau
Nachrichten: InnenpolitikWeltpolitikSportWirtschaftChronikKulturHiTecimBildZeitung
Interaktiv: DebatteBlogsVideoBabybilder WizanySalzburgwiki
Freizeit: VeranstaltungenKinoMusikSpieleReisenWetterHoroskopGewinnspiele
Marktplatz: KarriereImmobilienMotorJobloungePartnerbörsePreisvergleichShopping Mall
SN-Service: Archiv Abo AnzeigenpreiseOnline Werbung MediadatenSN Saal Wir über uns
Salzburger Woche Service: Anzeigenpreise Kontakt
Leseliste löschen Gelesene Artikel löschen