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Brüssel: Weltweit größtes Magritte-Museum

22.05.2009 | 15:52 |  (DiePresse.com)

Der beglische Surrealist hat gut 40 Jahre nach seinem Tod in seiner Heimatstadt ein Museum mit mehr als 250 Werken bekommen. Neben Gemälden werden auch weniger bekannte Grafiken und Fotografien gezeigt.

Brüssel hat erstmals ein großes Museum für den surrealistischen Maler Rene Magritte. Gut 40 Jahre nach seinem Tod wurde das neue Haus am Mittwoch im Beisein des belgischen Königs Albert II. und Königin Paola eröffnet. Es ist mit rund 250 Werken die weltweit größte Sammlung mit Bildern des Künstlers (1898-1967) und wird vom 2. Juni an für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Es werden bis zu 600.000 Besucher pro Jahr erwartet.

Das dreistöckige Palais Altenloh aus dem 18. Jahrhundert an der historischen Place Royale im Herzen der belgischen Hauptstadt zeigt auch zahlreiche Dokumente zu Leben und Werk des Künstlers. Neben den Gemälden Magrittes aus allen Schaffensperioden werden zudem wenig bekannte Arbeiten des Werbegrafikers und Fotografen Magritte ausgestellt.

Kunsttempel mit Firmen-Branding

Das Museum hat eine Fläche von 2.500 Quadratmetern auf fünf Ebenen, zwei davon unterirdisch. Die Vorbereitung des Projekts dauerte zehn Jahre. Um das Projekt finanzieren zu können, ging der Staat ein Bündnis mit dem
französisch-belgischen Energiekonzern GDF Suez ein. Die Gruppe brachte 6,5 Millionen Euro für die Renovierung und Innenausstattung auf. Doch die Kooperation bringt auch Nachteile, so nennen Spötter den neuen Kunsttempel bereits "Magritte-Suez".

Die Werke im Magritte-Museum stammen aus dem unmittelbar benachbarten Museum der Schönen Künste und aus den Nachlässen von Irene Hamoir Scutenaire und Georgette Magritte. Magritte ist in Belgien so etwas wie ein Nationalheiliger und gehört zu Brüssel wie das Atomium und das Nationalgericht Muscheln und Pommes frites.


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