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| 22.01.2004 - Kultur&Medien / Ausstellung | ||
| Kunstraum: Galerie Kargl, Galerie Steinek | ||
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Kugelschreibertinte: zart wie Lasur oder dicht und fest?
Herbert Hinteregger jedenfalls zeigt, wie sich damit malen lässt. Denn der
Inhalt des trivialen Schreibwerkzeugs ist der Stoff, aus dem die Bilder
sind. Motivisch reiht sich dabei vieles in den Kanon bekannter
Bildbedeutung ein. Hinteregger spannt den Bogen vom Monochrom über
Neo-Geo, ornamentalen Design bis hin zu kartografischen Strukturen.
Letzteres generiert aus Straßenkarten und GPS-Systemen. Schwämme statt
Pinsel als malerisches Werkzeug mutieren dann selbst zum integralen
Bestandteil in den "Schwammbildern". Künstlerische Produktion, die ihre
eigenen Mittel und Gesetzlichkeiten hinterfragt? Und gleichzeitig Realität
als immer wieder anders konstruiertes, interaktives, performatives
Szenario versteht? Dreh- und Angelpunkt der Schau bildet denn auch "liquid
painting" - ein Pool, gefüllt mit dünnflüssiger Kugelschreibertinte, in
dem sich der Galerieraum spiegelt. Ein ständig variierender minimaler
malerischer Prozess. Denn Ventilatoren halten die farblich synthetische
Oberfläche in leichter Schwingung. Ebenfalls unter den Vorzeichen des
Readymade: "All Around", ein kugelförmiges Objekt aus
Kugelschreiberhülsen. Wo ist das Bild, das sie erzeugt haben? Eines ist
klar: Wenn Hinteregger seinen Bildern einen Platz außerhalb der Leinwand
zuweist, dann kommt Malerei noch lange nicht an ihr Ende. (bis 26.2.,
Schleifmühlgasse 5, 1040 Wien) GALERIE STEINEK: BUNTER MIXDass inhaltliche Mehrschichtigkeit sich schlicht über
"Mehrmaterial" erschließen lässt, zeigt die Schau selben Titels. Sébastien
de Ganay präsentiert uns seine Aktenkoffer aus Beton. Artfremdes Material
auch in Barbara E. Geyers Objekten aus Wurst und Draht. Dreidimensionales
zeigt Ilse Haider in ihren Peddigrohrporträts. Und Matthias Hammer hat
einen eigens konzipierten Tisch angeliefert. Aus Dejan Kaludjerovic' TV im
Military Look erklingt ein Kinderlied über den Krieg. In Gudrun Kampls
Stoffobjekten spiegeln sich Innen- und Außenwelt menschlicher Existenz
wider. Acryl-Gel - erst in der Reflexion des Lichts wahrnehmbar - ist die
Basis von Klaus Peter Zimmers monochromen Bildern. Und Patrick Baumüllers
Styropor-Säule ziert die Auslage der Galerie. Derart Unterschiedliches
passt gut zusammen. Und es gibt Synergieeffekte, die in der Zusammenschau
unwillkürlich entstehen. (bis 20.2., Himmelpfortgasse 22, 1010 Wien)
ENGELHORN: BACK TO THE 60SDas Ambiente von "Il Grifoncino" - the "hottest spot in
town" im Bozen der ausgehenden Sechziger - kann man im Keller der Galerie
perfekt nachempfinden. Back to the Sixties scheint wieder angesagt!
Anstelle höhlenartiger Clubatmosphäre: Plexiglas, PVC-Folien, verchromtes
Plastik, gekoppelt mit dynamischen Lichteffekten. Passend dazu
Design-Ikonen dieser Zeit: Sitzmöbel von Earo Aarnio, Lichtobjekte von Ugo
La Pietra. (bis 6. 2., Stubenring 22, 1010 Wien) Manisha Jothady
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