
Wiener Neustadt - Radierungen, Zeichnungen und Skulpturen von Alfred Hrdlicka sind vom 31. Juli bis 27. September in Wiener Neustadt zu sehen. Schauplätze sind das Stadtmuseum, der Museumshof und St. Peter an der Sperr. Laut Aussendung der Kultur Marketing Event - Wiener Neustadt GmbH wird der Künstler, sofern es sein Gesundheitszustand zulässt, zur Vernissage (am 30. Juli) erwartet.
Bereits 1994 waren im Zuge des Jubiläums "800 Jahre Wiener Neustadt" Werke von Alfred Hrdlicka in der "Allzeit Getreuen" zu sehen: Er stellte mit Studenten der Meisterklasse für Bildhauerei der (damaligen) Hochschule für Angewandte Kunst in Wien unter dem Titel "Skulptur" am Hauptplatz aus.
"Alfred Hrdlickas Kunst ist eine körperliche, irdische, erfüllt von Trieben, Sexualität und Gewalt, ohne Verharmlosung und Schminke. Seine Protagonisten in Stein, Bronze und auf dem Blatt Papier sind Getriebene, auf die der Tod wartet", heißt es in der Aussendung. Sein bekanntestes bildhauerisches Werk im Kontext der körperlichen Gewalt ist das 1988 enthüllte Mahnmal gegen Krieg und Faschismus am Wiener Albertinaplatz.
Hrdlicka wurde am 27. Februar 1928 in Wien geboren. Nach Absolvierung einer Zahntechnikerlehre begann er an der Akademie der bildenden Künste zunächst Malerei bei Albert Paris Gütersloh und Josef Dobrowsky zu studieren, ehe er mit Diplom als akademischer Maler in die Bildhauerklasse von Fritz Wotruba eintrat, um 1957 auch als Bildhauer akademische Ehren zu erwerben. Einer ersten Skulpturenschau 1960 folgten zahlreiche internationale Ausstellungen, immer wieder sorgten seine Werke für heftige Diskussionen. Professuren führten den auch als Bühnenbildner tätigen Künstler nach Stuttgart, Hamburg, Berlin und schließlich 1989 an die Universität für angewandte Kunst Wien. (APA)