Auf Styropor "gespielte" Klänge sind bei der neuesten Installation des Wiener Projekts "Kunst im öffentlichen Raum" zu hören. Unter dem Titel "Continent 2" wird ein aus Schaumstoff gefertigtes Boot in Originalgröße im Central Garden, etwas stromabwärts gegenüber der Strandbar Herrmann, aufgestellt. Vier Körperschallwandler sind in das Kunstwerk eingebaut.
Sie verwandeln das Objekt in einen großen Lautsprecher, mit dem auch Passanten ihre Sounds spielen können. Denn mittels kleinen Klinkenstecker lässt sich der eigenen MP3-Player anstecken und eigene Musik so über das Objekt verstärken und verfremden.
Zugleich wird Material zugespielt, das bei der Entstehung des Obekts aufgenommen wurde, etwa wie das Styropor geschnitten wurde.
Vibriert unter den Händen
Neben den hörbaren Effekten sollen vor allem auch durch Schallwellen auftretende Vibrationen im Boot - das man auch anfassen darf - für ein Ganzkörpererlebnis sorgen.
Das Kunstwerk stammt von Tänzer und Choreograf Paul Wenninger, dem Klangkünstler Nik Hummer und dem bildenden Künstler Leo Schatz.
Bei der Eröffnungsperformance werden die drei Künstler ihr Objekt mit Trautonium, Synthesizer, Monochord und Geräuschen von der Herstellung in Eigenresonanz versetzen.
Die Installation wird am kommenden Sonntag, dem 16. August um 19 Uhr eröffnet. Bis zum 18. Oktober ist sie zu sehen und jeweils von 8 bis 21 Uhr zu hören.
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