Sommerakademie: Blicke in die weite Kunstwelt
SALZBURG (SN-pac). Was braucht ein Künstler, um sich auf dem Kunstmarkt positionieren zu können? Eine starke, eigene Handschrift ist die eine Sache. Zusätzlich werde es aber immer wichtiger, den ganzen Kunstbetrieb möglichst gut zu kennen, sagt Hildegund Amanshauser, die Leiterin der Salzburger Sommerakademie für bildende Kunst. Sich auf das Malen allein zu konzentrieren, könne zu wenig sein.
In ihrem zweiten Jahr als Leiterin der Sommerakademie (die am kommenden Montag startet) setzt Amanshauser im öffentlich zugänglichen Rahmenprogramm zu den Kursen deshalb heuer auf neue Formate. Das Ziel sei, „das Veranstaltungsprogramm in einen diskursiven Kontext zu stellen“.
In der neuen Reihe „Salzburg erkunden“ werden etwa Galeriegespräche angeboten – mit international agierenden Galeristen wie Thaddaeus Ropac ebenso wie mit Salzburger Künstlerinitiativen wie Periscope. In den ebenfalls neuen „Mittagsgesprächen“ stellen die Lehrenden ihre aktuellen Projekte vor, um auch für Studierende anderer Klassen in den Mittagspausen „Möglichkeit zum Dialog und Austausch“ (Amanshauser) zu schaffen.
Bei den Kursen selbst hat Hildegund Amanshauser das Angebot heuer von 25 auf 20 reduziert. In den Klassen von Künstlern wie Marko Lulic, Elfi Semotan oder Rebecca Morris geht es um Themen wie „Raum und Körper“, „Extreme der Fotografie“ oder abstrakte Malerei. Die Kurse finden auf der Festung Hohensalzburg, in der Alten Saline Hallein und im Kiefersteinbruch Fürstenbrunn statt. Arbeiten, die in drei- bis vierwöchigen Kursen entstehen, werden an zwei Tagen der offenen Tür präsentiert (6. 8., Festung, 27. 8., Hallein).
Das Rupertinum widmet der Fotografin Elfi Semotan eine Ausstellung. Im Traklhaus, der Galerie Eboran und der Initiative Architektur stellen weitere Dozenten der Sommerakademie ihre Arbeiten aus. Wie sich der Begriff „Künstler“ heute noch definiert? Darum soll es u. a. in den Abendveranstaltungen im Künstlerhaus gehen. Die Sommerakademie steht indes heuer selbst unter künstlerischer Beobachtung: Erstmals bekommt die Institution mit Tanja Dückers und Thandile Zwelibanzi eine Literatin und einen Fotografen in residence.www.summeracademy.at



















