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KOMMENTAR

Wacker endlich adäquat präsentieren

VON CHRISTA DIETRICH

Puppen, ein Kasperl und Alltagsgegenstände haben im Werk Rudolf Wackers eine besondere Bedeutung. Er thematisiert damit in kritischer Haltung die gesellschaftspolitischen Gegebenheiten im konservativen Vorarlberg zur Zeit des Austrofaschismus bzw. des aufkeimenden Nationalsozialismus. Wacker war auch ein sehr guter Landschaftsmaler. Eine Ausstellung im privaten Kunsthaus Rohner in Lauterach zeigt das nun in besonderer Weise auf.

Das Werk eines der bedeutendsten österreichischen Künstler der Zwischenkriegszeit ist inzwischen zwar recht gut aufgearbeitet, für das Publikum zugänglich ist es allerdings nicht in ausreichender Form. Ein Grund liegt freilich darin, dass das Kunsthaus Bregenz nun ein anderes Konzept hat, als das ursprüngliche, das vorsah, das Werk von Wacker, Kalb und Bechtold sozusagen als Basisaufgabe zu beherbergen. Es mag eine richtige Entscheidung gewesen sein, den gläsernen Zumthor-Bau am Seeufer als Kunsthalle zu verwenden und nicht als Museum, die Präsentation von Arbeiten herausragender Künstlerpersönlichkeiten des Landes steht damit allerdings noch aus.

Anderswo übernehmen Landesmuseen diese Aufgabe. In Vorarlberg konnte zwar vor einiger Zeit erwirkt werden, dass das Landesmuseum einen eigenen Krcal-Raum in der Schausammlung einrichtet, die bildende Kunst fristet dort aber seit Jahrzehnten ein Schattendasein. Eine Peinlichkeit.

Dass das Museum mehr Raum braucht, ist bekannt. Es gibt einige Erweiterungspläne, wobei ein erster Schritt bereits ab Herbst umgesetzt wird. Das Museum bzw. die Schausammlung gehört aber auch nach einem überlegten Konzept neu geordnet. Und zwar nicht irgendwann, sondern bald.

Für den Sommer ist eine Sonderausstellung mit Arbeiten des erwähnten Albert Bechtold geplant. Damit sollte die Diskussion über eine adäquate Präsentation Vorarlberger Künstler endlich beginnen.




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