Lustenau (VN-ag) Der Name der Firma
(jetzt Zehnacker, vormals G+M) ist neu, geblieben sind der Standort
und die Ausstellungstätigkeit in Zusammenarbeit mit der Dornbirner
Galerie c.art. Unter dem Patronat der c.art stellt derzeit der
bekannte Vorarlberger Künstler Tone Fink in den Zehnacker-
Firmenräumen aus.
Einen "Überblick" verkündet die Schau in Lustenau. Einen
Überblick über das Fink'sche Pandämonium? Angesichts der
Vielgestaltigkeit eines Werkes, in dem Themen entwickelt, wieder
aufgenommen, transferiert werden, wo alles mit jedem irgendwie
vernetzt ist und man jedes Mal neue Eindrücke gewinnt, ist
allerhöchstens ein Einblick möglich.
In Lustenau bemüht man sich redlich diesen zu liefern. Rund
vierzig Arbeiten demonstrieren einen Werkausschnitt, der beginnend
mit den frühen Zeichnungen und Mischtechniken Ende der 70er Jahre,
über die Arbeiten mit Quarzsand, bis hin zu den neuesten
malerisch-skulpturalen Vorstößen des Künstlers aus der Leinwand und
den Skulpturen reicht. Zwar waren etliche der gezeigten Blätter und
Arbeiten zuletzt schon bei der großen Retrospektive im Künstlerhaus
vor zwei Jahren zu sehen, aber Tone Fink lässt sich auch einmal mehr
entdecken.
Es ist diese besondere Fähigkeit des Künstlers, sich in seinen
Grenzgängen zwischen Zeichnung, Malerei und Skulptur ständig neu zu
erfinden und sich dabei doch treu zu bleiben.
Grenzgänge
Unverkennbar die Formensprache, wenn Farbe zum
körperhaft dreidimensionalen Material wird, der Betrachter sich im
quirlig-erzählenden Strich der Zeichnungen verliert, oder die aus
dem "Urbrei" Papiermaché geformten Skulpturen die Beziehung von
Kunst und Leben erneut durcheinander wirbeln.
Gerade in der nüchternen Atmosphäre der Firmenräumlichkeiten,
kommentieren die Arbeiten von Tone Fink diese verworrene Beziehung
augenzwinkernd und todernst. Allen voran ein grasgrünes
Schaukelpferd, das als "Schwungobjekt" durch den Gang galoppiert.
Die Kunst-Leben-Beziehung augenzwinkernd kommentiert:
Arbeiten von Tone Fink.
Betriebsgebäude der Firma Zehnacker, Dornbirner Strasse, in
Lustenau. Dauer: Bis Jänner 2003, geöffnet während der
Geschäftszeiten.