"Kunstfeuer" nennt sich die Inszenierung, die Gebhard Schatz, Tiroler
Feuerkünstler, anlässlich seines 50. Geburtstages entwickelt hat und mit einer
Fotodokumentation seiner bisherigen Feuerkunstprojekte untermauert. Seit Beginn
der 80er-Jahre beschäftigt sich Schatz intensiv mit der Ästhetik von Feuer und
Licht und hat mit seinen Feuerskulpturen regelmäßige Beiträge zur Kunst im
öffentlichen Raum geleistet. Fast 100 Neonröhren hängen an Stahlseilen von der
Holztramdecke des Ausstellungsraumes, werden unterschiedlich mit Strom gespeist
und nach dem Zufallsprinzip zum Leuchten gebracht. So entsteht im Raum ein sehr
rhythmisches Bildgeflecht. (phil)
Galerie Nothburga, 6020 Innsbruck,
Innrain 41,
(0512) 56 37 61.
Bis 20. 11.
Von seinen Freunden und Weggefährten Wilfried Kirschl und Rudi Wach einmal
als "Maler der Stille" bezeichnet, der seiner Zeit und ihrer Kunst wach und
offen begegnet, wollte Anton Tiefenthaler der Realität immer mit
künstlerischen Äquivalenten gegenübertreten. Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen
zeigen seine frühe Prägung durch Herbert Boeckl, auch den Einfluss der Franzosen
und schließlich die Hinwendung zur lyrischen Bildsprache. Es sind subtile, fast
hingehuschte Landschaften, die Hügelketten aneinander reihen oder dem Dickicht
eines Waldes eine wunderbare Chromatik verleihen. Seine Akte wiederum sind
getragen von nüchterner Schärfe und für manche das Beste, was Tiefenthaler je
gezeichnet hat. (phil)
Galerie Thomas Flora,
6020 Innsbruck,
Herzog-Friedrich-Straße 5/III,
(0512) 57 74 02.
Bis 1. 12.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5. 11. 2001)
Quelle: © derStandard.at