
Der Karlsplatz provoziere durch seine "urbanistische Defizienz zu Interpretation und subjektiver Bewohnung", so die Kunsthalle Wien, deren project space nach der Umgestaltung der Umgebung besser zur Geltung kommen wird. Dadurch seien drei neue künstlerische Schnittstellen geschaffen worden, "die zwischen Autonomie und direktem Kontakt mit dem Ort das Ensemble der bestehenden räumlichen und künstlerischen Relationen erweitern".
Franzobel wird demnach "Aufforderungen und Zustände" auf der LED-Leiste präsentieren, Licht- und Schriftbilder sollen vierteljährlich von anderen Künstlern programmiert werden. Jedes halbe Jahr werden skulpturale, plastische oder installative Werke gestaltet, die "atmosphärisch auf den Ort Bezug nehmen". Der in Kamerun geborene und in Belgien lebende Tayou thematisiert in seiner aus 10.000 Nylonsäcken bestehenden Installation "Plastic Bags" den "Umgang mit humanen und ökologischen Ressourcen" und die Wegwerfgesellschaft. Und das Lüftungsgebäude der Wiener Linien wird halbjährlich zum Kunsthalle Wien Schaufenster: Ryan McGinley - derzeit auch in der Ausstellung "Americans. Meisterwerke amerikanischer Fotografie von 1940 bis heute" zu sehen - dokumentiert zu Beginn die Jugendszene der New Yorker Lower East Side. (APA)