Der Titel des Projekts ist angelehnt an
eine Figur aus dem Biedermeier – der Figurini-Mann bot damals auf
Wiens Märkten seriell gefertigte Gipsfiguren feil. Die Intention der
„Operation Figurini“ ist dagegen ganz im Hier und Jetzt verankert:
Mithilfe von 800 Personen und einer Wanderausstellung auf drei
Wiener Märkten soll ein neues, überraschendes Wien-Bild entstehen;
begleitend erscheint ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Kein Wien“.
Christoph Steinbrener heißt der Stadterkunder, der mit
seinen bisherigen Aktionen auch eine neue Art des Urbanismus
erfunden hat: Von 1997 bis 1999 war der Bildhauer Direktor des
Musikfestivals „Little Woodstock“, das Ausstellungsprojekt
„Unternehmen Capricorn“ hat erst jüngst den Karmeliterplatz
revitalisiert. Die „Operation Figurini“ ist nunmehr wieder
Stadterkundung vom Rand her: Mit acht eigens gefertigten
Marktständen werden Themen wie Natur, Wissenschaft, Religion oder
Kultur umkreist; die Marktstandler rekrutieren sich aus über 800
KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, darunter Alfred Pfoser,
Amina Handke und Erika Weinzierl.