Artikel aus profil Nr. 18/2003
Aktion Stadterkunder

Operation Figurini
Der Titel des Projekts ist angelehnt an eine Figur aus dem Biedermeier – der Figurini-Mann bot damals auf Wiens Märkten seriell gefertigte Gipsfiguren feil. Die Intention der „Operation Figurini“ ist dagegen ganz im Hier und Jetzt verankert: Mithilfe von 800 Personen und einer Wanderausstellung auf drei Wiener Märkten soll ein neues, überraschendes Wien-Bild entstehen; begleitend erscheint ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Kein Wien“.

Christoph Steinbrener heißt der Stadterkunder, der mit seinen bisherigen Aktionen auch eine neue Art des Urbanismus erfunden hat: Von 1997 bis 1999 war der Bildhauer Direktor des Musikfestivals „Little Woodstock“, das Ausstellungsprojekt „Unternehmen Capricorn“ hat erst jüngst den Karmeliterplatz revitalisiert. Die „Operation Figurini“ ist nunmehr wieder Stadterkundung vom Rand her: Mit acht eigens gefertigten Marktständen werden Themen wie Natur, Wissenschaft, Religion oder Kultur umkreist; die Marktstandler rekrutieren sich aus über 800 KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, darunter Alfred Pfoser, Amina Handke und Erika Weinzierl.

Operation Figurini: Eröffnung 5.5., Karmelitermarkt, 1020 Wien, 19 Uhr;
bis 14.6., wochentags 10–18, samstags 9–13 Uhr


Autor: Wolfgang Paterno


© profil bzw. profil Online - Wien, 2003. Alle Inhalte dienen der persönlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.