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derStandard.at | Newsroom | Kultur | Bildende Kunst 
20. Mai 2009
18:06 MESZ
Gerhard Richter sieht Positives in der Wirtschaftskrise
Bei Sammlern und Publikum "wieder einen Sinn für Qualität wecken"

Duisburg - Der Kölner Maler Gerhard Richter (77) sieht die Folgen der globalen Wirtschaftskrise für die Künste durchaus optimistisch. "Das ist meine Hoffnung, dass sich die Krise sehr gut auswirkt und bei Sammlern und dem Publikum wieder einen Sinn für Qualität weckt", sagte der Künstler am Mittwoch in Duisburg vor der Eröffnung einer Ausstellung seiner Werke. Gerade auf dem weltweiten Kunstmarkt habe es in den vergangenen Jahren keine Qualitätskriterien mehr gegeben - "und deshalb werden solche Irrsinns-Preise bezahlt".

Die Bilder des oft als Deutschlands wichtigster Maler bezeichneten Künstlers haben auf Auktionen Rekordpreise in zweistelliger Millionen-Höhe erzielt. Die Tatsache, dass er deswegen häufig als bedeutender Künstler tituliert werde, störe ihn mittlerweile nicht mehr, erklärte Richter. "Ich hab mich vor einigen Jahren daran gewöhnt, dass es überhaupt nicht um die künstlerische Qualität, sondern um die Preise geht."

Der in Dresden geborene Maler meinte vor einigen Monaten, der gesamte Kunstmarkt sei "ein einziger Hype". Er selbst würde die Preise für seine eigenen Werke auf keinen Fall bezahlen. (APA/dpa)

 

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