So war das

1962 als "Museum des 20. Jahrhunderts" eröffnet

22. März 2010, 12:07

Im Jahr 2009 zählte das größtes Museum für internationale moderne und zeitgenössische Kunst in Österreich 241.306 BesucherInnen

Wien - Österreichs größtes Museum für internationale moderne und zeitgenössische Kunst präsentiert sich als dunkler, geschlossener Block. Im prägnanten, mit grauem Basaltlavastein ummantelten Kubus der Architekten Ortner & Ortner werden auf einer Ausstellungsfläche von 4.500 Quadratmetern die Sammlungsschwerpunkte Pop-Art und Fotorealismus aus der Österreichischen Ludwig Stiftung, Fluxus und Nouveau Realisme aus der Sammlung Hahn und Wiener Aktionismus ausschnittweise gezeigt.

Die Sammlung des MUMOK umfasst rund 9.000 Werke, darunter Höhepunkte gesellschafts- und realitätsbezogener sowie performativer Kunst des 20. Jahrhunderts. Auf drei Raumebenen wird die Sammlung des Museums gezeigt. Für Sonderausstellungen stehen weitere Raumebenen sowie ein eigener Ausstellungsraum mit temporärem Kino zur Verfügung. Anspruch des Hauses ist es, die Sammlung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts nach aktuellsten wissenschaftlichen und museologischen Erkenntnissen und Methoden zu bewahren, auszubauen, zu erforschen und der Öffentlichkeit zu vermitteln. Die gesamte Nutzfläche des Museums beträgt 14.000 Quadratmeter, die Depotfläche 1.800 Quadratmeter.

"Museum des 20. Jahrhunderts"

Das MUMOK wurde am 20. September 1962 als "Museum des 20. Jahrhunderts" (später "20er Haus") im Schweizer Garten eröffnet - untergebracht im ehemaligen Österreich-Pavillon der EXPO 1958, der als Ausstellungsgebäude adaptiert wurde. 1979 wurde mit dem Palais Liechtenstein in Wien-Alsergrund ein weiteres Ausstellungsgebäude eröffnet. Anlässlich einer Ausstellung mit Werken moderner Kunst aus der Sammlung von Peter (verstorben 1996) und Irene Ludwig aus Aachen, übergab das Sammlerehepaar dem Museum 1977 eine Gruppe von Werken als Dauerleihgaben, weitere Werke folgten 1991. Die Österreichischen Ludwig-Stiftung wurde 1981 gegründet. Seit September 2001 ist das MUMOK unter der Leitung von Edelbert Köb in dem eigens errichteten Neubau Museumsquartier untergebracht. Schon bald begann allerdings eine Erweiterungsdiskussion, da sich die Ausstellungsflächen als zu gering erwiesen.

Das MUMOK erhält im laufenden Jahr 8,725 Mio. Euro Basisabgeltung des Bundes. 2009 wurden 241.306 BesucherInnen gezählt. (APA)

 

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