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Der Linzer Pontifex zwischen Kunst und
Kirche
"Die Spannung zwischen Kunst und Religion/Kirche
ist unaufhebbar, aber fruchtbar." Das weiß DDr. Günter Rombold -
Theologe und Kunstexperte auch im Dienst der Diözese Linz - seit
Studien- und Praxiszeiten. Aber der Kunstsammler, Kunstpublizist,
Kunstberater ist ein Pontifex, ein Brückenbauer. Nicht gerade
"maximus", das darf sich nur einer nennen, und der gilt als
unfehlbar. Für unfehlbar hält und hielt sich ein so bescheidener
und kluger Mensch wie Rombold nicht. Aber er verstand es, mit
Klugheit, Diplomatie und Menschlichkeit Brücken zu schlagen von der
zeitgenössischen Kunst und ihrem vielfältigen Ausdrucksdenken
einerseits und traditionsverhafteten und eng schematisierten Denk-
und Verhaltensweisen auch außerhalb der Zugriffs-Mechanismen von
Kirchenobrigkeit anderseits. Seine Bücher - etwa "Der Streit um das
Bild" - gehören in den privaten Bücherschrank jedes an der
Verbindung von Kunst und Religiosität interessierten Menschen. Darin
steht vieles, das manchem Bilderstürmer ohne Hinterfragungs-Vermögen
ins Stammbuch geschrieben werden müsste. Seine Verdienste wurden
mit der Zuerkennung des Gleißner-Preises gewürdigt, der Rombold am
Dienstag im Steinernen Saal des Landhauses überreicht wurde. Prälat
Wilhelm Zauner porträtierte Rombold in klugem (Ein-)Verständnis. Den
Geldbetrag des Preises (75.000 Schilling) spendet Rombold der Linzer
Kunstuniversität zur Förderung von Studierenden, die auch lernen
wollen, wie man geistige Brücken schlägt. (rt)
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