„Die Kunst hat nie die Aufgabe, etwas nur zu rezipieren“, meinte der Sohn des Architekten Hans Hollein einmal, „sie stellt neue und weitergehendere Fragen als die Wissenschaft.“ Kulturministerin Schmied würdigte in der heutigen Presseaussendung Holleins Gelingen, „Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern“. Als Direktor der Schirn Kunsthalle in Frankfurt (seit 2001) und des Städelmuseums (seit 2006) sowie des darin integrierten Liebieghauses hat der Österreicher eine Schlüsselposition in der deutschen Museumslandschaft inne. Immer wieder wurde Hollein in Österreich als möglicher Direktor des Belvedere, MUMOK oder KHM gehandelt. „Mit erstaunenswerter Energie, höchstem intellektuellen Anspruch, Weitsicht und kaufmännischem Gespür“, sagte Schmied in der Aussendung, „findet Max Hollein mit seinen Programmen immer die wirksame Mischung zwischen kulturellen Publikumsmagneten und kunsthistorischen Spezialangeboten.“
Nach zwei abgeschlossenen Studien - Betriebswirtschaft an der Wiener Wirtschaftsuniversität und Kunstgeschichte an der Universität Wien - wurde Hollein 1995 als „Curatorial Assistant“ an das New Yorker Solomon R. Guggenheim Museum berufen, war bald engster Mitarbeiter von Guggenheim-Direktor Thomas Krens und zeigte unter anderem verantwortlich für die Eröffnung des Guggenheim-Museums Bilbao und den Aufbau der Ausstellungshallen „Deutsche Guggenheim Berlin“ und „Guggenheim Las Vegas“. 2005 fungierte er als Kommissär des österreichischen Pavillons bei der 51. Kunstbiennale in Venedig; ein Jahr darauf als Kurator des Salzburger Avantgardefestivals „kontra.com“ anlässlich des Mozart-Jahres.
© SN/SW





RSS Feed dieser Seite







