


Ein Schleier liegt über den Stämmen, die Meina Schellander - vertikal und dominant - auf Fotos und Gazevorhängen eingefangen hat. Letztere unterstreichen in der Ausstellung "standzuwendezustand" den Eindruck des Diffusen. Das Mystische, Religiöse und die Natur sind Themen, denen sich die Künstlerin in Außen- und Innenwelt vereinenden Arbeiten widmet. In der abstrahierten Waldszenerie platziert Schellander (geb. 1946 in Klagenfurt) eine offene, die Vertikalität aufgreifende Figur aus Metall.
Metall gehört ebenso wie Stein zu den bevorzugten Materialien der Künstlerin, die immer wieder auch in und um Kirchen arbeitet: 2008 hatte sie sich in der Jesuitenkirche mit dem Werk der französischen Philosophin und späteren Mystikerin Simone Weil beschäftigt: Konnexion 2 führte zu einem Film und einem Buch, das heute vorgestellt wird. (kafe/DER STANDARD, Printausgabe, 17. 11. 2010)
>> Ausstellung bis 21. 11., Mo, Di, 16-19.00; So/Feiertag 12-13.00; Finissage, Mittwoch, Jesuitenfoyer, Bäckerstr. 18, 1010 Wien, 19.30
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