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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
27.01.2004
20:16 MEZ
Viktor Rogy 1924-2004
Ein Leben zwischen Aktionismus und dadaistischer Antikunst

Klagenfurt - Auszug aus dem Autoporträt": "geboren am 27. 7. 1924 in arnoldstein-gailitz/ kärnten besuchte die volksschule die hauptschule die volksschule (zurückversetzt) und die innere akademie . . . war 9 monate schusterlehrling 2 jahre maurerlehrling angelernter stukkateur und steinmetz zwangssoldat jodler deserteur simulant giftmischer sprengmeister reimer".

Und "Gastwirt", "Sammler" - und vor allem "Künstler" - gehören bei Viktor Rogy dazu, wobei er letzteren durchaus als "Sprengmeister" verstand im Sinne von Aktivismus, Aktionismus. So versuchte er den Abriss von Baudenkmälern zu verhindern. Für viele waren die von Rogy und seiner Gefährtin Isabella Ban mitbetriebenen Klagenfurter Lokale OM, "Geist" und die Lokal-Installation "Rote Lasche" eine Alternative zur gutbürgerlichen Provinzgemütlichkeit.

Eine großformatige Zeichnungs-, Foto-, und Gedankenskizzenkatalog gab die edition selene heraus, die Kunsthalle Exnergasse bedachte das unbequeme Original 1998 mit einer Ausstellung. Seine minimalistischen Installationen und dadaistischen Anti-Kunst-Statements brachten ihm Mitte der 90er Jahre den Würdigungspreis des Landes Kärnten. Laudator Gerhard Baumann nannte ihn damals einen "Seismographen, der mitunter zum Erdbeben wird". Wie erst jetzt bekannt wurde, erlag Rogy in der Vorwoche 79-jährig einer langen, schweren Krankheit. (dok/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28. 1. 2004)


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