Lara Almarcegui legt die Secession in Schutt und Asche

09. September 2010, 14:07
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Ein großer roter Haufen Ziegelstaub, ein etwas kleinerer aus gelblichen Holzpartikeln, ein weißer Berg aus Glassplittern, ein schwarzes Häufchen Stahl: Eine höchst beschauliche Hügellandschaft hat die spanische Künstlerin Lara Almarcegui im Hauptraum der Wiener Secession aufgeschüttet. Der konzeptuelle Clou: Bei den penibel geformten Bergketten handelt es sich um jene Materialien und Mengenverhältnisse aus denen das traditionsreiche Ausstellungshaus gebaut ist. Zu sehen ab morgen, Freitag bis zum 7. November.

Schon bei der Biennale Sao Paolo zeigte Almarcegui, wie konkret und nüchtern sie ihr Interesse an Stadt, Material und Lebensraum meint und präsentierte eine genaue Auflistung von jedem Gramm Stahl, Glas, Beton, Ziegel und so fort, aus dem die Metropole Sao Paolo gemacht ist. In der Secession wird aus einem verkopften Schlaglicht eine ästhetisch ansprechende Ausstellungsarchitektur, die das Haus gleichsam von innen heraus in Schutt und Asche legt - um sich genüsslich sein wahres Innenleben vor Augen zu führen.

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Heavyweather 
09.09.2010 20:26
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Schön ist das nicht.
Wie schaut man sich so etwas an nachdem man Eintritt gezahlt hat? Ein bisschen um die Dreckhaufen schlendern?
Vielleicht pack ich das Sandspielzeug ein und komm mit meinem Zwerg vorbei.

Nutze den Tag
09.09.2010 19:25
Wirklich schwierig

und eine hohe Kunst ist es Menschen niveauvoll zum Lachen zu bringen, Freude auszulösen, anstelle sie immer wieder in Spannungsfelder hineinlaufen zu lassen.
Könnte sich KünstlerInnen mal dieser tatsächlich neuen Herausforderung stellen anstatt Banalitäten als KunstWERK zu verklickern?
Ich und ich bin sicher viele viele Andere auch möchte aus dem harten Alltag herausgehoben werden, erfreuen an schönen Dingen, dem Geist etwas Erholung gönnen.

09.09.2010 14:34
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irgendwie abstrus, schön, dass Österreich Geld dafür hat, es gibt ja hier keine Armut, etc.

Keine Ahnung
10.09.2010 01:25
einfach nur lächerlich,

wenn Sie bei Kunst mit der Geldkeule schwingen. Was kostet denn die Ausstellung? Einen Autobahnmeter?
Richtig arm wird es, wenn für das bisserl Kunst kein Interesse mehr da ist.
Was nichts daran ändert, dass ich die Ausstellung völlig missglückt finde - aber auch das kann sich Österreich leicht leisten, um alle heiligen Zeiten mal "Schönheit" zu ermöglichen...

10.09.2010 08:53

@Keine Ahnung

Keine Frage, Österreich kann sich das leisten.
Armut sollte es aber zuvor keine mehr geben.

nebenerwerbsposter
10.09.2010 08:07

das ist doch ein echtes zeichen: die kunst ist "am sand"

09.09.2010 19:43
arm

arm ist ein land wirklich erst dann, wenn nur mehr der reine pragmatismus regiert.

09.09.2010 20:06

@multiscan

es gibt aber auch materielle Armut, sehen Sie sich doch einmal den österr. Armutsbericht an....

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