Altstadt (saha). Im Herbst des vergangenen Jahres klingelte das Telefon von Wang Fu. Am anderen Ende war die Direktorin der Salzburger Sommerakademie, Barbara Wally. Diese lud den freischaffenden Künstler ein, im Rahmen der Sommerakademie auf der Festung Hohensalzburg (16. Juli bis 25. August) zu unterrichten. Er stimmte sofort zu.
"Die Atmosphäre in Salzburg ist äußerst angenehm, und mit meinen Schülern funktioniert die Zusammenarbeit problemlos", resümiert der in Berlin lebende Künstler nach seinen ersten drei Wochen. Neben dieser Tätigkeit hat der gebürtige Chinese derzeit eine Ausstellung in der Salzburger Galerie Ruzicka.
Seine Klasse beschäftigt sich mit dem Modellieren von Plastiken, hauptsächlich von menschlichen Körpern. "Mir ist vor allem die perfekte Umsetzung von den zweidimensionalen Zeichnungen ins Dreidimensionale sehr wichtig", so Fu.
Seine Studenten sind von ihrem Professor sehr angetan. Allen voran Johann Schreilechner. Der 51-Jährige war 23 Jahre lang Polizist, ehe er sich vor zwei Jahren entschlossen hatte, freischaffender Bildhauer zu werden. "Herr Fu kann sehr gut seine Philosophie vermitteln und gibt uns den letzten Feinschliff", ist Schreilechner von seinem Professor begeistert.
55-Jahre-Jubiläum mit 400 Studenten Im Jahre 1953 rief Oskar Kokoschka die Sommerakademie, die er als "Die Schule des Sehens" bezeichnete, ins Leben. Er selbst unterrichtete bis 1963. Waren es anfangs rund 40 Teilnehmer, so sind es nun knapp 400 Studenten aus der ganzen Welt. Neben der Festung dient die Pernerinsel in Hallein als Ort für zahlreiche künstlerische Projekte. "Wir führen die Idee von Oskar Kokoschka weiter", erklärt die Direktionsassistentin Sabine Winkler. Diese beinhaltet das Zusammenkommen von professionellen mit nicht professionellen Künstlern und eine enge internationale Vernetzung.








