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09.01.2002 - Ausstellung
Österreichische Galerie: Messerschmidt trifft Klimt
Landschaften von Klimt und eine Ausstellung über Franz Xaver Messerschmidt - das sind 2002 die Höhepunkte im Programm der Österreichischen Galerie.


Gustav Klimt: So heißt das Zugpferd der Österreichischen Galerie auch im Jahr 2002. Nach "Klimt und die Frauen" setzt man heuer im Oberen Belvedere mit
[*] "Gustav Klimt. Landschaften" (23. 10. bis 23. 2. 2003) fort. Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Sterling and Francine Clark Art Institute in Williamstown in Massachusetts, die, so Galerie-Direktor Gerbert Frodl, "nicht so groß wie die Frauen ist. Es gibt ja nicht soviele Landschaftsgemälde von Klimt. Wir werden etwa dreißig davon zeigen."

Zur jüngsten Diskussion um die Zusammenlegung großer Wiener Museen - so war die Fusion von Österreichischer Galerie mit Albertina, aber auch die Kombination Belvedere mit Leopold-Museum im Gespräch - meint Frodl: "Ich halte ein Nebeneinander vieler autonomer Institutionen für sinnvoller. Drauflos zu vereinigen hat keinen Sinn, vor allem ohne konkreten Plan. Der Gedanke, daß das Leopold-Museum und die Österreichische Galerie eine gewisse Verwandtschaft haben, liegt auf der Hand. Schauen wir, wie das in zehn Jahren aussieht."

Viel sinnvoller hält Frodl Kooperationen der Museen untereinander, wie er dies gerade im Zwanz'ger Haus mit dem Museum moderner Kunst für ein Klassische-Moderne-Museum vorführt.

Die zweite große Herbstausstellung im Belvedere gilt dann dem bedeutenden Bildhauer des österreichischen Spätbarock
[*] Franz Xaver Messerschmidt (11. 10. 2002 bis 9. 2. 2003). Etwa 65 Objekte werden für diese erste monographische Ausstellung im Unteren Belvedere versammelt. Rund um seine Charakterköpfe, allein 16 Originale besitzt die Österreichische Galerie, sollen die übrigen Bestände des Hauses um zahlreiche nationale und internationale Leihgaben ergänzt werden.

Noch bevor Magnet Klimt und Messerschmidts Grimassen ihre Wirkung tun, weist man im Oberen Belvedere auf eine wichtige Aufgabe der Galerie hin:
[*] "Das Neue. Neuerwerbungen zeitgenössischer Kunst" (20. 2. bis 1. 4. 2002) heißt eine Schau, die die Sammeltätigkeit dokumentieren möchte. Angekauft wurden jüngst Photos vom World-Trade-Center-Projekt der Gruppe Gelatin, ein Skulpturenmodell von Valie Export aus 1974 sowie Arbeiten von Marco Lulic, Dorit Margreiter, Muntean/Rosenblum, Walter Obholzer, Hans Schabus, Hubert Schmalix, Octavian Trautmannsdorf, Lois Weinberger.

Mit Personalen geht es im Oberen Belvedere weiter:
[*] Markus Prachensky ist eine Retrospektive zum 70. Geburtstag gewidmet (17. 4. bis 23. 6. 2002), danach gedenkt man des 100. Geburtstages des Nötscher-Kreis-Mitglieds

[*] Anton Mahringer (10. 7. bis 22. 11. ). Rund fünfzig Skulpturen und Zeichnungen sollen das Schaffen des 1921 in Wien geborenen
[*] Josef Pillhofer (17. 7. bis 22. 11.) darstellen. Der 75. Geburtstag ist dann der Anlaß für eine Schau zum Werk von

[*] Franz Grabmayr (21. 8. bis 22. 11.).

Gotik neben Zeitgenossen

Dazwischen wagt man sich in Historische Gefilde:

[*] "Kaiser Franz Josef in Galizien. Eine Reise in ein fernes Land", lautet der vorläufige Arbeitstitel einer Ausstellung von 3. 7. bis 11. 8. 2002.

Im Prunkstall des Unteren Belvedere versammelt die Galerie dann ihren Bestand an Arbeiten des 1988 gestorbenen
[*] Hans Fronius (15. 2. bis 1. 4.). Im Mittelaltermuseum in der Orangerie wird die mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführte Reihe "Bedeutende Kunstwerke, gefährdet - konserviert - präsentiert" vor
[*] "Gotischen Meisterwerken aus Kärnten und Niederösterreich" (19. 3. bis 5. 5.) fortgesetzt. In der Zeitgenossen-Dependance im Augarten ist eine Präsentation der Arbeiten von
[*] Swetlana Heger / Plamen Dejanov, Atelier Augarten (26. 4. bis 1. 11.) geplant. Die verschobene Personale für
[*] Martin Kippenberger (20. 9. bis 15. 12.) wird nachgeholt. mus

www.belvedere.at



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