Der Kunst den Rahmen geben
24. August 2010 | 09:07 | | Heinz Bayer (SN). |
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Fotografie.
Heuer ist es die Fotografie. 2011 werden es Musik und
Lichtinstallationen sein. Bad Gastein will urbaner Kunst den Rahmen
geben.
Heinz Bayer
Bad Gastein (SN). Verfallene
Häuser. Ständiges Reden von einer dauerhaften Krise im Ort. Und dazu
ein Blick, der auf eine erfolgreiche Vergangenheit fokussiert ist. Der
Kur- und Tourismusverband will diese negative Spirale mit einer
Kunstinitiative durchbrechen. Sie heißt „sommer frische kunst“ und soll
zur Dauereinrichtung werden. Geleitet wird das Projekt von Doris
Höhenwarter. Sie sagt: „Wir wollen den urbanen Charakter zurück, für
den Bad Gastein früher gestanden ist, als es Künstler wie Stefan Zweig,
Gustav Klimt oder Franz Schubert hierher gezogen hat. Wir wollen diesen
urbanen Charakter vor allem ins Zentrum transportieren.“ Dort sind
derzeit 15 überdimensionale Bilderrahmen platziert. „frame it!“, ein
Teil des Projekts, eröffnet neue und vor allem sehr persönliche Blicke
auf die Schönheit von Bad Gastein.
Am Wochenende wurden die
Preisträger eines zweiten Moduls von „sommer frische kunst“, nämlich
des „frameaward“ geehrt. In dessen Zentrum stand zeitgenössische
Fotografie. Aus 52 Teilnehmern wurde Katharina Guzei (Villach) als
Siegerin ermittelt. Ihr Siegerbild ist in einem Format von sechs mal
vier Metern am Kongressplatz Bad Gastein zu sehen. Modul Nummer drei
hat den Titel „frameart“ und steht für eine kuratierte Fotoausstellung,
die bis zum 19. September im Kraftwerk direkt am Wasserfall (täglich,
außer Montag, von 15 bis 18 Uhr) zu sehen ist. Der Titel für das
Projekt 2011 lautet „Alpenglühen“. Höhenwarter: „Wir wollen die Marke
Bad Gastein wieder mit Kraft aufladen und ihr ordentlich Lifestyle
verpassen.“
© SN/SW