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vom 16.11.2007 - Seite 025
Ein Künstler muss sich selbst verkaufen

Das Match um Sponsorgelder gewinnt der Sport gegen die Kultur derzeit klar mit 7:1. Das geht aus einer market-Studie zum Thema "Kultursponsoring in Oberösterreich" hervor, die das Land Oberösterreich als Grundlage für die gestrige Enquete "Kultur belebt Wirtschaft - Wirtschaft belebt Kultur" an der Linzer Kunstuniversität in Auftrag gegeben hat.

53 Prozent der oberösterreichischen Unternehmen (mehr als 20 Mitarbeiter) nutzen generell die Möglichkeit des Sponsorings. 73 Prozent davon unterstützen Sportvereine, nur je zehn Prozent Kultur, Schulen bzw. Universitäten und Vereine.

Befragt wurden 402 Unternehmen. Parallel dazu wurde auch die Meinung von 193 Kulturschaffenden erhoben.

"Es gibt Potenzial, das derzeit in weitem Ausmaß nicht gehoben ist", schließt Landeshauptmann Josef Pühringer aus den Ergebnissen. Es zeige sich, dass die Chancen besser stehen, wenn ohne Einfluss Dritter (z. B. Agentur) eine Brücke zwischen Künstler und Unternehmen gebaut werde.

Den Kulturschaffenden wird empfohlen, nicht in ihren Kunstkammern auf Geld zu warten, sondern sich offensiv an mögliche Unterstützer zu wenden.

Zwölf Prozent der Unternehmen haben aktives Interesse am Kultursponsoring, 15 Prozent können sich vorstellen, sich künftig in diesem Bereich zu engagieren. "Unser kreatives Potenzial ist für die Kunst und die Wirtschaft wichtig", sagte Kunstuni-Rektor Reinhard Kannonier. (beli)


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