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von
Magdalena Miedl
VIENNALE: 86.000 Besucher kamen zum Filmfestival in Wien
Große Welt auf der Leinwand
Mit einer Vorstellung der umjubelten George-Clooney-Regiearbeit "Good Night, and Good Luck" ging gestern Abend eine weitere Viennale zu Ende. Von Burkina Faso bis Tibet, von der Schweiz bis Indonesien reichten die gezeigten Bilder auf dem internationalen Filmfest. Das Leben in anderen Teilen der Welt interessierte dieses Jahr ein Rekordpublikum von über 86.000 Besuchern.

Nicht nur große Namen

Immer wieder war auch Moviemento-Chef Wolfgang Steininger im Kino zu entdecken, auf der Suche nach Filmen, die er nach Oberösterreich bringen könnte. Viele Arbeiten kommen auch regulär ins Kino: Nicht nur große Namen wie Woody Allens vergnüglicher "Match Point" oder der strenge "Manderlay" von Lars von Trier - auch Entdeckungen, etwa "Me and you and everyone we know" sind dabei, ein magischer Film, der Lebensfreude macht.

Bis auf Lars von Triers Film war das Kino nördlich gelegener Staaten dieses Jahr völlig ausgeklammert. Dafür war mehr als ein Drittel der Spielfilme aus Ostasien. Doch warum ist das afrikanische Kino so unterrepräsentiert? Festivalchef Hans Hurch erzählt, dass es in diesem Jahr schon beim Filmfestival in Venedig keine afrikanischen Filme gab. "Ich bin ein großer Freund des afrikanischen Kinos, doch die unabhängigen Filmproduktionen sind dort markant zurückgegangen."

Neue Überlegung

Ein zweiter Schwachpunkt, der von einigen Viennale-Besuchern festgestellt wurde, war das spärlich vertretene Trashkino. Doch Hurch sagt, er überlege eine Filmreihe "Außer Konkurrenz" - in der renommierte Filmemacher ihre Sünden zeigen können. Schließlich: "Solche Filme sind immer supergut besucht. Und das ist natürlich verführerisch."

OÖnachrichten vom 27.10.2005
 
   



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