Mit einer Vorstellung der umjubelten
George-Clooney-Regiearbeit "Good Night, and Good Luck" ging
gestern Abend eine weitere Viennale zu Ende. Von Burkina Faso
bis Tibet, von der Schweiz bis Indonesien reichten die
gezeigten Bilder auf dem internationalen Filmfest. Das Leben
in anderen Teilen der Welt interessierte dieses Jahr ein
Rekordpublikum von über 86.000 Besuchern.
Nicht nur
große Namen
Immer wieder war auch Moviemento-Chef
Wolfgang Steininger im Kino zu entdecken, auf der Suche nach
Filmen, die er nach Oberösterreich bringen könnte. Viele
Arbeiten kommen auch regulär ins Kino: Nicht nur große Namen
wie Woody Allens vergnüglicher "Match Point" oder der strenge
"Manderlay" von Lars von Trier - auch Entdeckungen, etwa "Me
and you and everyone we know" sind dabei, ein magischer Film,
der Lebensfreude macht.
Bis auf Lars von Triers Film
war das Kino nördlich gelegener Staaten dieses Jahr völlig
ausgeklammert. Dafür war mehr als ein Drittel der Spielfilme
aus Ostasien. Doch warum ist das afrikanische Kino so
unterrepräsentiert? Festivalchef Hans Hurch erzählt, dass es
in diesem Jahr schon beim Filmfestival in Venedig keine
afrikanischen Filme gab. "Ich bin ein großer Freund des
afrikanischen Kinos, doch die unabhängigen Filmproduktionen
sind dort markant zurückgegangen."
Neue
Überlegung
Ein zweiter Schwachpunkt, der von
einigen Viennale-Besuchern festgestellt wurde, war das
spärlich vertretene Trashkino. Doch Hurch sagt, er überlege
eine Filmreihe "Außer Konkurrenz" - in der renommierte
Filmemacher ihre Sünden zeigen können. Schließlich: "Solche
Filme sind immer supergut besucht. Und das ist natürlich
verführerisch."
vom 27.10.2005 |